Immer tiefer hinab in die Höhle

Berghülen.  In der Hessenhau-Höhle kommen die Forscher der "Arge Blaukarst" immer tiefer. Zum Karstwasserspiegel fehlen nur noch rund 30 Meter.

Forscher der "Arge Blaukarst" haben die Hessenhau-Höhle bei Berghülen bis auf eine Tiefe von 120 Metern unter dem Schachteingang vermessen. Wie Sprecher Dr. Jürgen Bohnert mitteilt, ist die Hessenhau-Höhle damit die tiefste Höhle des Blautopfeinzugsgebietes. Einem starken Luftzug folgend, konnten in den vergangenen Wochen mehrere Engstellen überwunden werden. Über die "100m-Kammer", in der erstmals die 100 Meter-Marke überschritten wurde, fand sich ein Weiterweg in den so genannten "Halbfinalschacht", dessen Boden unmittelbar nach der Qualifikation der deutschen Mannschaft für das WM-Halbfinale erreicht wurde. Die neuen Höhlenteile besitzen schönen Tropfsteinschmuck. Am derzeitigen Ende strömt aus mehreren Spalten deutlicher Luftzug. Steine fallen mehrere Meter tief. Der "barometrische Luftzug" der dann auftritt, wenn sich außen der Luftdruck verändert, lässt auf größere Hohlräume schließen, erläutert Jens Freigang, wie Bohnert einer der Sprecher der 63-köpfigen Forschergruppe.

Jetzt wollen die Forscher, die mehreren Vereinen angehören, Schutt ausräumen und die Spalten weiten. Sie haben die Hoffnung, auf einen größeren Gang zu stoßen, der Richtung Blautopf oder auch Richtung Lautertal führen könnte. Bis zum Karstwasserspiegel fehlen laut Freigang noch ungefähr 30 Meter.

Die Hessenhau-Höhle ist jetzt die dritttiefste Höhle der Schwäbischen Alb. Den Rekord hält die Laierhöhle mit 127 Metern.


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