Was verursacht Luftzug aus Felsspalte?

Schelklingen. 

Bald fortgesetzt werden soll die Grabung an der Felsspalte beim Sirgenstein. Das sagte Grabungsleiter Helmut Schmidt vom Höhlenverein Blaubeuren. Ein Luftzug aus der Spalte erregt die Neugierde der Mitglieder des Höhlenvereins und der Museumsgesellschaft Schelklingen. Sie haben Anfang April eine Grabung gestartet. Gemäß dem Vorbild der Vetterhöhle in Blaubeuren könnte der Luftzug Ausdruck eines umfangreichen Höhlensystems sein. Noch hat man dieses aber nicht entdeckt.

Seit Jahrzehnten ist die Spalte zwischen Schelklingen und Blaubeuren bekannt. Bei entsprechender Witterung, berichteten Beobachter, entstehe durch den Wind aus der Öffnung eine Nebelwolke. "Den Luftzug haben wir noch nicht gespürt", räumte Schmidt ein. Er hofft bald auf die richtige Wetterlage, um das versprochene Phänomen selbst erleben zu können.

Die Ursache möchte man mit der Grabung nun klären. Erdreich und Gestein wurden in der Hoffnung beseitigt, schnell auf eine unterirdische Höhle zu stoßen - doch bislang vergebens. Die dünnste Höhlenforscherin sei zwar beim letzten Arbeitseinsatz bereits in den Spalt gekrochen, doch dieser sei noch immer so schmal, dass die Höhle in der Sprache der Forscher als "nicht befahrbar" gilt. Doch aufgeben werde man so schnell nicht, sagte Schmidt. "Es ist ja auch ein Gemeinschaftsprojekt."


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