Aroniabeere wächst auch auf der Alb

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    Auch Monika Fülle vom gleichnamigen Reformhaus in Laichingen führt die Aroniabeere, unter anderem in getrockneter Form. Foto: 
  • Die Aroniabeere wird im August geerntet. Foto: Fotolia 2/2
    Die Aroniabeere wird im August geerntet. Foto: Fotolia Foto: 
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Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit „Superfood“, zu dem auch die Aroniabeere gehört. Das Superfood, also das ultimative Super-Lebensmittel, enthält Nähr-, Wirk- oder Vitalstoffe in größeren Dosen. Es sollte naturbelassen sein und aus Bio-Erzeugung kommen. Diese Lebensmittel, zu denen klassische Gewürze wie Oregano oder die Petersilie und Gemüse wie Sprossen, Spinat oder Brennnessel zählen, sind beim Verbraucher wegen ihrer gesundheitsförderlichen Wirkung im Trend. Wer einen eigenen Garten hat, der kann Superfood selber anpflanzen. Spinat und schwarze Johannisbeeren, Sauerkraut und Gerstengras sind  heimisches Superfood.

Als „heimisch“ darf man mittlerweile auch die Aroniabeere bezeichnen, die ihren Ursprung in Nordamerika hat. Vor rund 100 Jahren wurde der widerstandsfähige Strauch dann in Russland angebaut, seit Anfang der 1970er Jahre wächst die violette Beere auf Plantagen in Sachsen. Sogar auf der Alb, in Asch und Seißen, gedeiht die Beere in so manchem heimischen Garten. Die Beere ist bis 15 Grad Minus  frostsicher, weiß Monika Fülle vom Reformhaus Fülle in Laichingen. Vor rund fünf Jahren war die Aroniabeere der absolute Hype, erinnert sie sich zurück. Auch im Bioladen „Naturzeit“ um die Ecke, bei Stefan Oelhafen, hat sich dieser Trend bemerkbar gemacht.

„Wir haben die Aronia schon ein paar Jahre im Programm“, sagt Anna Schmidt, die stellvertretende Filialleiterin von Denns Biomarkt in Ehingen. Zunächst gab es die Frucht nur als Saft, mittlerweile findet man sie in Snacks, Müslimischungen, Brei oder als Saftmixgetränke. Getrocknet findet sie als Müslizutat und  im Joghurt ihre Anhänger. Im Regal mit den Superfoods findet man die Aroniabeere als Pulver für Smoothies. Die Beeren und der Saft schmecken leicht herb, was die Liebhaber von natürlichen Lebensmitteln nicht stören dürfte.
Den Superfoods wird auch eine heilende Wirkung zugeschrieben, da Krankheiten die körpereigenen Entgiftungs- und Ausleitungsprozesse vermindern. Superfoods wirken antioxidativ und entzündungshemmend. Speziell die Aronia enthält Mangan, das vor oxidativem Stress schützen soll. Folsäure und Vitamin K für den Knochenaufbau komplettieren das Gesundheitspaket.

Die Aroniabeere rangiert in der Liste der 15 wichtigsten Superfood-Lebensmittel immerhin an neunter Stelle. Den Rang dieser Liste bestimmt die Höhe der Antioxidantien, also der Anzahl der Vitamine, Spurenelemente und Mineralien, die wertvoll für den menschlichen Organismus sind. Denn körperlicher sowie psychischer Stress führen zu Störungen des Stoffwechsels. Und ist der erst einmal durcheinander geraten, sind Krankheiten, wie Krebs, alle Türen geöffnet. Vor allem zum Abfangen solcher von  „oxidativem Stress“ ausgelösten Störungen, ist der Verzehr von Superfood wichtig.

Bei Monika Fülle können Kunden den Antioxidantien-Check machen. Ein Gerät, entwickelt von der Berliner Universitätsmedizin Charité und Krankenkassen, zeigt bei einfachem Handballenaufdrücken den Status an antioxidativ wirkenden Vitaminen und Schutzstoffen an.  „Unsere Kunden nehmen ein Schnapsglas voll für die Verdauung“, weiß Anna Schmidt. Die getrockneten Beeren sind zudem so leicht, dass sie ein guter Wanderproviant für eine Tour im Freien sind. Die Aronia lässt sich auch gut zu einem leckeren Snack verarbeiten, indem man sie mit Hanfsamen, Softtrockenpflaumen und Nüssen fein zerkleinert und die Masse zu kleinen Konfekt-Schnitten formt. Noch ein Tipp: Wälzt man den so selber gemachten Energieriegel in Kokosraspeln, dann klebt er einem beim Probieren nicht in der Hand.

Bei Stefan Oelhafen  wird nur noch selten nach Aronia gefragt. „Der Trend hat sich totgelaufen.“ Er hat daher den Saft, der bislang im Sortiment war, nicht mehr vorrätig. Monika Fülle dagegen verkauft nach wie vor die Aronia-Beere in allen Variationen. „Je höher der Nährwert, desto weniger davon braucht der Körper und umso weniger ist das Produkt nachgefragt – aber gekauft wird es nach wie vor.“ Für sie gehört die Aroniabeere daher weiterhin zum Bestandteil des Sortiments.

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