Alte Tische gehen weg wie warme Semmeln

Der Alb-Donau-Kreis hat im Landratsamt neue Tische im Sitzungssaal. Die alten wurden der Nachhaltigkeit wegen nicht weggeworfen, sondern verkauft. Mit Erfolg.

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Schick sind die neuen Tischplatten aus Ahorn.  Foto: 

Ahorn. Sehr hell und sehr fein ist das Holz des Laubbaumes. Und es sieht schick aus. So modern. Die Mitglieder des Ausschusses für Technik und Umwelt goutierten daher die neuen Tische aus Ahorn-Holz im Sitzungssaal des Landratsamtes Alb-Donau mit wohlwollenden Blicken. Und mit sanftem Streicheln der Holzplatten, die sich tatsächlich weich und geschmeidig und irgendwie auch warm anfühlen. So wie schönes Holz sich halt anfühlt: gut.

Auch optisch machen die Tische mit ihren Chromfüßen einiges her. Alles wirkt heller. Dazu muss man wissen, dass die Oberflächen der alten Tische schwarz lackiert waren. Tja. Gute alte 80er Jahre. Da waren schwarze Möbel so richtig angesagt. Und gekauft wurden die gut 60 Tische tatsächlich zum Einzug in das „Haus des Landkreises“ im Jahr 1986. Nach 30 Jahren war der Lack nun ab, zumindest war er reichlich verkratzt und mitgenommen. Aber sonst waren die Tische in einem ordentlichen Zustand. Daher regte die Grünen-Kreisrätin Angela Scheffold auch an, die alten Tische nicht etwa wegzuwerfen, sondern sie für wenig Geld abzugeben. Schon alleine aus Gründen der Nachhaltigkeit muss man diese Idee loben. Was Landrat Heiner Scheffold auch tat und hinzufügte: „Das war der Renner, die gingen relativ schnell weg.“

Tische fürs Buffet

Gekauft wurden sie – für ein paar Euro pro Tisch – von Bürgermeistern fürs Rathaus, von Schulen für Aufenthaltsräume. „Ich hab’ auch fünf Stück gekauft und sie weiter vermittelt“, erklärte Angela Scheffold durchaus mit Stolz. Wobei die Kreisverwaltung auch einige behalten hat. Tische könne man bei Empfängen oder Festakten immer gebrauchen, um etwa Getränke oder ein Buffet aufzubauen, sagt Pressesprecher Bernd Weltin. In 40 Jahren schauen wir dann, wie sich die Ahorn-Tische gehalten haben. Als besonders hartes Holz ist Ahorn nicht bekannt. Vielleicht reicht es noch zum Draufstellen von Getränken oder Körben mit Butterbrezeln. Der Rest wird verkauft: für ein paar Euro. 

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