Sanierungspreis für renovierte Gebäude im Alb-Donau-Kreis

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    Das vermutlich älteste Bauernhaus in Berghülen: Das Haus vor der Sanierung... Foto: 
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    ... und das Gebäude danach, ein echtes Schmuckstück. Mit neun weiteren Projekten ist es mit dem Sanierungspreis des Alb-Donau-Kreises ausgezeichnet worden. Foto: 
  • Die Preisträger des Sanierungspreises mit Landrat Heiner Scheffold. 3/3
    Die Preisträger des Sanierungspreises mit Landrat Heiner Scheffold. Foto: 
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Vorher – nachher: Die Bilder von den zehn Gebäuden, die am Montag in der Kreisstagssitzung mit dem Sanierungspreis „Vorbildliche Innnenentwicklung“ des Alb-Donau-Kreises ausgezeichnet wurden, sprachen für sich. So mancher hätte einige der Gebäude vor ihrer Sanierung wohl gut Schwäbisch als „alte Huck“ bezeichnet. Nach der Renovierung  aber zeigen sich die Häuser auf den Fotos voller beeindruckender Ideen, schöner Architektur und liebevoller Details.

„Hinter jedem Projekt stecken ein schöpferischer Prozess, Schweiß, Energie und Herzblut“, sagte Landrat Heiner Scheffold, der den fünf Preisträgern die Urkunden und Schecks in Höhe von je 1500 Euro überreichte. Fünf weitere erhielten Anerkennungspreise in Höhe von je 500 Euro.

Vor allem im ländlich geprägten Alb-Donau-Kreis sei es wichtig, solche Sanierungsprojekte ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und die Wahrnehmung dafür zu schärfen. Gelte doch in den Städten und  Gemeinden die Maxime Innen- vor Außenentwicklung. Wenn dann also alte Gebäude saniert und neu genutzt werden, sei das nicht nur beispielhaft, sondern auch vorbildlich, sagte Scheffold.

20 Bewerbungen sind für den Sanierungspreis eingereicht worden. Eine Jury, besetzt mit Mitgliedern der Architektenkammer, der Kreisverwaltung, der Energieagentur sowie des Kreistags, wählte die zehn Ausgezeichneten unter folgenden Kriterien aus: Ist das Gebäude ortstypisch? Wie wurde mit der Bausubstanz umgegangen? Wie ist die Architektur, wie das energetische Konzept? Andrea Toll und Stefan Rawe erhielten den Preis für die Sanierung des wohl ältesten Bauernhauses in Berghülen. Dieses sei „vorbildlich und liebevoll“ saniert worden, aus ökologischer wie ökonomischer Sicht sagte Eva-Britta Wind, Leiterin des Fachdienstes Bauen, Brand- und Katastrophenschutz.

Das Kleine Große Haus in Blaubeuren aus dem Jahr 1483 sei in außergewöhnlicher Weise von der Stiftung Kleines Großes Haus saniert worden: „in höchster Qualität und mit viel Einfallsreichtum“, sagte Wind. Der Umbau des Bürgerhauses am Kirchplatz zu einem Stadtcafé durch die Stadt Dietenheim werte die Ortsmitte deutlich auf. Immer wieder sei das Haus verändert worden. Mit der Renovierung wurde nun der Stand im Jahr 1910 hergestellt, und das sehr gelungen.

In Merklingen haben Renate Fuchs und Daniel Guber eine Hofstelle zu einem Drei-Generationen-Haus umgebaut. Hier hob Wind zum einen die neuen Grundrisse hervor, die den Wohnwert für drei Generationen erhöht haben sowie die energetische Sanierung. Beeindruckend verändert hat sich ein alter Stadel in Oberstadion, den Renate und Robert Winghart zu einer Wohnung umgebaut haben. Laut Eva-Britta Wind zeigt dieses Projekt sehr gut, wie alte und neue Bauteile zu einem Ganzen verschmelzen können.

Einen Anerkennungspreis erhielt die Stadt Blaubeuren für den Umbau des ehemaligen Spitals und Erweiterung zum Urgeschichtlichen Museum. Hier sei die denkmalgeschützte Substanz sehr gut erhalten worden. Ähnliches gilt nach Meinung der Jury für den Umbau der Oberschaffnei in Ehingen. Das Gebäude aus dem Jahr 1687 ist mit „Ideenreichtum und Sachverstand“ zu einem Bürgerhaus umgebaut worden.

Auch der Umbau der Alten Schule in Klingenstein zu einem Mehrfamilienhaus erhielt einen Anerkennungspreis. Hier attestierte die Jury den Bauherren Karin Seiler und Harald Gloning „viel Liebe zum Detail“. In Nerenstetten haben Annette und Manuel Weber beim Umbau einer Scheune den Gebäudetyp gut erhalten, auch wenn sich mit der Holzverschalung das Erscheinungsbild komplett verändert habe. Der fünfte Anerkennungspreis geht nach Oberstadion. Dort baute Andrea Freudenreich in eine ehemalige Scheune eine barrierefreie Wohnung – ohne das Äußere groß zu verändern. Die Jury lobte, dass das ortsbildprägende Ensemble in seiner ländlichen Art erhalten blieb.

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