Alpaka-Züchter sucht weiteres Weideland

Alpakas sind menschenbezogene, neugierige und gutmütige Tiere. Sagt Jochen Krämer. Er züchtet sie und verkauft die Wolle. Ein Hobby, in das die ganze Familie einbezogen ist.

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Alpakas haben ein gutmütiges Wesen.  Foto: 

Als Jochen Krämer vor rund 16 Jahren auf der Suche nach Tieren zum Wechselweiden mit Pferden war, konnte er noch nicht ahnen, was sich daraus entwickeln würde. Er suchte nach unkomplizierten, robusten Tieren und stieß über ein Prospekt auf Alpakas. Zu dieser Zeit war die Alpaka-Zucht in Deutschland wenig populär. Das hinderte ihn nicht, sich daran zu versuchen. Heute gehört Krämer eigenen Angaben nach zu den führenden Alpaka-Züchtern in Deutschland. Die Wolle der Tiere vertreibt er unter der Marke „Albwolle“.

Der Liebe hat es Krämer nach Lonsee verschlagen. Dort möchte der vierfache Familienvater und Tierliebhaber neben dem Weideland in Ettlenschieß, das über 1,5 Hektar beträgt, noch weiteres Land erwerben. Das gestalte sich aber schwierig, berichtet der Züchter. Die Nachfrage nach dem Naturprodukt werde größer.

Die Weiterverarbeitung der Wolle soll in der Region bleiben. Das Garn wird derzeit schon von der Strickerei Fischer in Westerheim zu hochwertigen Strickwaren verarbeitet. Sie stellt Loopschals, Mützen und Socken her. „Alpaka Wolle ist viel weicher als Schurwolle“, sagt Krämer. „Da kratzt gar nichts.“ Dass die Wolle der Alpakas fünfmal wärmer sei, als gewöhnliche Schafswolle und dabei noch um Vielfaches leichter, mache die Wolle besonders attraktiv.

Das Hauptgeschäft läuft im Winter. Da seien Socken und Filzeinlegesohlen für die Schuhe der Renner, sagt Krämer. Die Produkte werden vor allem auf Märkten, Weihnachtsmärkten und im Online-Shop vertrieben. Für den Züchter und seine Frau, die beide hauptberuflich anderweitig beschäftigt sind, ist im Winter die Bearbeitung der Bestellungen abendfüllend. „Das macht uns aber Spaß. Für uns ist die Arbeit und das Versorgen der Tiere ein Hobby.“ Der Tierfreund schätzt das Wesen der Alpakas. Es seien sehr menschenbezogene, neugierige und gutmütige Tiere. „Uns ist wichtig, dass die Kinder mitgehen können“, sagte Krämer. „Wir wollen die ganze Familie integrieren. So erleben wir die Arbeit mit den Alpakas als gemeinsame Zeit.“

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