Alltag des Steinzeitjägers erleben

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Kinder spielen Eiszeit im Archäopark.  Foto: 

Es ist wieder soweit. Der Archäopark Vogelherd in Niederstotzingen-Stetten bringt zum fünften Mal in Folge die Eis- und Steinzeit in die Gegenwart des Lonetals. Zum Saisonauftakt für die Osterfeiertage hat sich Patricia Däubler, Leiterin des Archäoparks, mit ihrem Team auch in diesem Jahr ein vielfältiges Familien-Programm überlegt. Rund um das Motto „Die Mammutjäger vom Lonetal“ erleben die Besucher bei einem Schauspiel und Vorführungen, wie unsere Vorfahren vor 40.000 Jahren gelebt haben.

Alle Aktivitäten in der Ferienzeit sind täglich betreut, dazu gehören auch Experimente, etwa „Wie sieht ein steinzeitliches Feuer aus?“ „Ein Mindestalter für die Teilnahme gibt es nicht“, sagt Patricia Däubler. „Die Programme eignen sich für alle Altersklassen.“ Kinder können beim Speerwurf-Contest die Jagdpraktiken nachahmen und sich mit Steinzeitfarben das Gesicht bemalen.

An den Feiertagen werden zweimal täglich Führungen durch den Park angeboten:  Alle Archäo-Guides sind von der Universität Tübingen zertifiziert. Die Besucher seien aber auch eingeladen, auf eigene Faust den Park zu erkunden – mit Audioguides in deutscher und englischer Sprache. Es gibt außerdem ganzjährig Blinden- und Sehbehinderten-Führungen. Felle, Tierknochen, Pflanzen und Tierspuren sind in einem kürzeren, barrierefreien Rundgang ertastbar.

Der Archäopark ist im Mai 2013 eröffnet worden und hatte in der ersten Saison bis Oktober etwas mehr als 26 000 Besucher. Seitdem fielen die Besucherzahlen ab. Ende 2016 waren es rund 17.000, nochmals 2000 weniger als im Vorjahr. Dieser Veränderung und künftigen Besucherbilanzen sieht der Bürgermeister von Niederstotzingen, Marcus Bremer, aber zuversichtlich entgegen, wie er sich jüngst äußerte. Dies gilt auch im Hinblick auf die mögliche Ausweisung des Lonetals als Unesco-Weltkulturerbe.  Man wolle das Besucherpotenzial vor allem mit „geänderten Öffnungszeiten, mehr Sonder- und Wanderausstellungen“ sowie gezielterem Marketing in sozialen Netzwerken ausschöpfen“, sagt Däubler. Die Vernetzung mit regionalen Tourismusverbänden stehe  im Vordergrund, denn „die Besucher kommen vorwiegend aus einem Umkreis von 150 Kilometern“, aber auch aus dem Ausland. Zusätzlich zu den Audioguides gebe es im Auditorium Hörgeschichten in sieben Sprachen, die die Entstehungsgeschichte des Parks thematisieren und vorstellen, was die Menschen damals gegessen und wie sie gelebt haben. Dies sei außerhalb der Ferien besonders für Schulklassen interessant, die Angebote würden aber zunehmend auch von Vereinsgruppen oder bei Teambuilding-Tagen von Firmen in Anspruch genommen.

Einzigartige Tierplastiken werden in der „Schatzkammer“ im Besucherzentrum gezeigt, kulturhistorische Funde von Weltrang aus der Vogelherdhöhle wie das kleine Mammut und der Höhlenlöwe. Zudem gibt es ein Parkcafé, das außer montags täglich geöffnet hat, und eine öffentlich zugängliche Grillfeuerstelle. Im Programm: steinzeitliches Grillgut wie „Ochsenfeuerspieß“ oder „Rüsselgriller“. Mitgebrachtes Fleisch können Besucher ohne Eintrittskarte gegen einen Unkostenbeitrag von zwei Euro mit auf das Feuer legen.

Angebote Geführte Touren im Archäopark finden Sonntag und Ostermontag um 13 Uhr und 15.30 Uhr statt. Das Schauspiel „Die Mammutjäger vom Lonetal“ ist um 12.30 und 15 Uhr zu sehen. Am Mittwoch, 19. April, gibt es um 14 Uhr eine Familienführung, Anmeldung ist nicht erforderlich. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 10 bis 18 Uhr.

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