Albi baut Betrieb am Hauptsitz aus

Der Fruchtsafthersteller Albi konzentriert die Abfüllung in Bühlenhausen. Er schließt sein Magdeburger Tochter-Werk und investiert auf der Alb.

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Der hohe Kostendruck und der harte Preiskampf auf dem rückläufigen Fruchtsaftmarkt haben bei Albi zu der Entscheidung geführt, das Abfüllwerk in Magdeburg Ende September zu schließen. Die 45 Millionen Fruchtsaft-Verpackungen im Jahr, die das Bühlenhausener Familienunternehmen bislang bei seiner 100-prozentigen Tochter in Auftrag gab, werden künftig selbst produziert.

Bislang liefen in Bühlenhausen zwei Drittel der Gesamtproduktion, künftig wird es die komplette sein. Dazu baut das Unternehmen den Hauptsitz in Bühlenhausen aus: Albi investiert drei Millionen Euro in die Modernisierung der Hallen und in eine neue Abfüllanlage. Das Lagerkonzept wird überarbeitet.

Im Zuge der Konzentration der Produktion am Hauptsitz entstehen in Bühlenhausen 40 weitere Arbeitsplätze. Albi hofft bei der Besetzung der Stellen auf Mitarbeiter aus Magdeburg. "Nicht die Qualität der Arbeit war das Problem, sie haben einen guten Job gemacht", sagt eine Sprecherin von Albi, "das ist ein Kapital, das man nicht aus der Hand geben möchte." Mit den 44 betroffenen Arbeitnehmern würden gerade Gespräche geführt, in denen ihnen ein besseres, moderneres Arbeitsumfeld und Umzugshilfen in Aussicht gestellt werden. Zudem spreche für Bühlenhausen der Umstand, dass es dort auch eine Kelterei gibt, somit die gesamte Wertschöpfungskette vertreten ist. Dennoch sei nicht zu erwarten, dass alle umziehen, sagt die Sprecherin, der Fruchtsafthersteller werde auch auf dem regionalen Arbeitsmarkt Mitarbeiter suchen. Aktuell hat Albi am Hauptsitz 116 Beschäftigte.

Von der Konzentration auf den einen Standort erhofft sich der Fruchtsafthersteller, kostengünstiger produzieren zu können: Es müssen nur noch in einem Werk Maschinen vorgehalten werden, und sie lassen sich optimaler auslasten.

Das mittelständische Familienunternehmen vertreibt seine Fruchtsäfte unter den Marken Albi, Multi 12 und Samanta, außerdem unter Handelsmarken. Sie werden an den Lebensmitteleinzelhandel geliefert, an Discounter, den Getränkefachhandel und Servicegesellschaften von Fluggesellschaften.

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