Alb-Donau-Kreis soll Bildungsregion werden

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„Bildungs- und Lebenschancen von Kindern und Jugendlichen zu verbessern“ – mit diesem Ziel soll im Alb-Donau-Kreis eine Bildungsregion eingerichtet werden. Diesem Antrag zu den Haushaltsberatungen des Kreistags hat die CDU-Fraktion gleich einen Finanzierungsvorschlag zur Seite gestellt: Für ein regionales Bildungsbüro, in dem die organisatorischen Fäden zusammenlaufen, stelle das Land jährlich 45 000 Euro zur Verfügung. Das entspreche der Hälfte der Kosten. Die anderen 50 Prozent seien Sache des Trägers der Bildungsregion, in diesem Fall des Alb-Donau-Kreises. Machbar, signalisierte Kämmerer Ulrich Keck: „Wir haben die 45 000 Euro.“ Die Kreisverwaltung werde dem Ausschuss für Bildung, Gesundheit, Kultur und Soziales im Frühjahr eine entsprechende Beschlussvorlage präsentieren, kündigte Landrat Heiner Scheffold an. Unter Bildungsregion ist dem CDU-Antrag zufolge ein Netzwerk „aller an Schule und Bildung beteiligter Akteure in einer Region“ zu verstehen.

Eines der Themen für die Bildungsregion könnte politische Bildung sein. Auf diesem Feld besteht nach Ansicht der Freien Wähler im Kreistag Handlungsbedarf. Viele Bürger wüssten über „die Grundlagen unserer Demokratie und die Funktionen unseres Staates“ nicht Bescheid, heißt es in einem Antrag der Fraktion: „Auch bei Jugendlichen sind Defizite feststellbar.“ Eine Folge seien „erschreckende Tendenzen in Europa“, sagte Kreisrat Rainer Braig mit Blick auf rechtspopulistische Bewegungen und Parteien. Die Verwaltung wird in dem Antrag aufgefordert, Vorschläge für politische Bildungsarbeit zusammenzustellen. Landrat Scheffold: Es besteht großer Konsens, dass wir das Interesse an Politik wieder stärken wollen.

Ob an den Schulen des Landkreises die Sozialarbeit verstärkt werden muss, ist Gegenstand eines SPD-Antrags. Bislang sind an den gewerblichen Schulen drei Sozialarbeiter-Stellen angesiedelt. Auch darüber wird die Verwaltung berichten. ts

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