Acht Millionen für Modernisierung von Umspannwerk

Acht Millionen Euro für die Modernisierung des Umspannwerks Dellmensingen. Durch Leitungen fließt Strom für eine halbe Million Einwohner.

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Einen Stromausfall habe es während der gesamten Bauzeit nicht gegeben, sagte Martin Konermann, Geschäftsführer der Netze BW: "Das ist schon eine besondere Leistung." Der Netzbetreiber, ein Tochterunternehmen der EnBW, hat in den vergangenen drei Jahren sein Umspannwerk beim Erbacher Teilort Dellmensingen für 8,4 Millionen Euro modernisiert. Damit sollen Stromausfälle auch in Zukunft, unter den verschärften Bedingungen der Energiewende, eine absolute Seltenheit bleiben.

Alle Geräte der "sehr modernen Anlage" seien doppelt vorhanden, ein Defekt könne deshalb problemlos ausgeglichen werden. Die Versorgungssicherheit für etwa 500.000 Einwohner in der Stadt Ulm und den Landkreisen Alb-Donau und Biberach sei durch die Investition weiter verbessert worden, sagte Konermann. Das Umspannwerk, laut Netze BW "eines der bedeutendsten weit und breit", fungiert wie ein Drehkreuz für Strom. Vier Höchstspannungsleitungen mit 380 Kilovolt (380.000 Volt), enden dort. Diese Leitungen des ebenfalls zur EnBW gehörenden Übertragungsnetzbetreibers Transnet BW transportieren Strom aus konventionellen Quellen, unter anderem dem Kernkraftwerk Gundremmingen, und aus regenerativen Quellen nach Dellmensingen.

Aber auch Strom von den Vorarlberger Illwerken, die zum Beispiel den Silvretta-Speicher betreiben, fließt zum Umspannwerk. Dort wandeln zwei bis zu 360 Tonnen schwere Transformatoren die Höchstspannung in Hochspannung um. Mit 110 Kilovolt fließt der Strom dann in zehn Leitungen zu kleineren Umspannwerken in der Region. Ferner dienen neun 20-Kilovolt-Leitungen der Nahversorgung in und um Erbach.

Das etwa 15 Hektar große Werksgelände und die vielen Leitungstrassen seien "keine Zierde für die Landschaft", sagte der Erbacher Bürgermeister Achim Gaus bei der Feier zum Abschluss der Modernisierung. Aber die Stadt Erbach sei sich ihrer Verantwortung für die aktuelle und künftige Versorgungssicherheit der Betriebe und Haushalte in der Region bewusst: "Ohne Energie läuft gar nichts mehr." Er hoffe, dass keine zusätzliche Belastung durch eine weitere Freilandleitung auf Erbach zukommen werde. Falls solche Pläne doch akut würden, "wollen wir an dem Thema Erdverkabelung dranbleiben".

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