Ab Ende September fünf Wochen Vollsperrung

An der L 1239 zwischen Dornstadt und Bollingen haben die Arbeiten begonnen. Von Ende September bedeutet das: fünf Wochen lang Vollsperrung.

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An der Zufahrt zum neuen Gewerbegebiet in Bollingen wird die Landesstraße 1239 für eine Linksabbiegerspur verbreitert.  Foto: 

Darauf haben die Gemeinde Dornstadt und vor allem die Bewohner des Teilorts Bollingen lange warten müssen: Die holprige Landesstraße 1239 erhält einen neuen Belag, gleichzeitig wird der Radweg fertig gebaut. Am Montag sind die Arbeiten angelaufen, als erstes wird eine Linksabbiegerspur zum neuen Gewerbegebiet am südöstlichen Ortsrand von Bollingen angelegt.

Die Arbeiten, sagt Ortsvorsteher Martin Durst, hätten eigentlich schon vor etwa vier Wochen beginnen sollen. Aber die Urlaubszeit mit den Handwerkerferien setzte das beauftrage Unternehmen erheblich unter Druck. Und diejenigen, die nicht im Urlaub sind, „arbeiten am Anschlag“, sagt Bauleiter Jürgen Hörger von der Firma Eckle in Langenau. Hörgers Zeitplan sieht vor, dass die Linksabbiegerspur mit der entsprechenden Verbreiterung der Straße in diesem Abschnitt bis Ende des Monats fertig ist. Bis dahin wird der Verkehr mit Ampeln geregelt und einspurig an der Baustelle vorbeigeleitet.

Straßenbreite bleibt

Am 29. September sollen die Belagsarbeiten beginnen. Dann wird die Straße komplett gesperrt. Welche Umleitungsstrecken ausgeschildert werden, steht Hörger zufolge noch nicht fest. Die Vollsperrung werde voraussichtlich fünf Wochen dauern. Auf etwa 1,3 Kilometern wird der Asphalt der Straße erneuert, an der Breite – etwa 6,50 Meter – ändere sich nichts, sagt Hörger. Auch werde der Unterbau der Straße zum Großteil belassen. Er habe das Regierungspräsidium in Tübingen darauf hingewiesen, dass weitere Stabilisierungen sinnvoll seien. Aber die für Landesstraßen zuständige Behörde habe abgewunken.

Gleichzeitig mit den Belagsarbeiten wird der Radweg gebaut. Von Dornstadt kommend endet dieser bislang etwa 200 Meter nach der Brücke über Autobahn und ICE-Trasse. Die ausgeschildert Umleitung für Radler führt über einen geschotterten Weg abseits der Straße, ist aber mit einem Umweg verbunden. Der neue 2,50 Meter breite Radweg soll Hörger zufolge ebenso wie der neue Straßenbelag am 7. November fertig sein. Die Arbeiten werden genutzt, um auch gleich Leerrohre für Glasfaserkabel in den Boden zu legen.

Belagsarbeiten und Radweg sind Sache des Landes. Der neue Asphalt kostet dem Regierungspräsidium zufolge 295.000 Euro, der Radweg 230.000 Euro. Die Linksabbiegerspur geht mit voraussichtlich ebenfalls 230.000 Euro zu Lasten der Gemeinde.

Zwei ungelöste Probleme

Ortsvorsteher Durst ist einerseits froh, dass der Straßen- und Radwegbau endlich angelaufen ist. Andererseits blieben zwei Probleme ungelöst: Radfahrer, die weiter in Richtung Blaustein wollen, zum Beispiel ins Kiesental, müssen wie bisher durch Bollingen die teilsweise recht schmale Schlösslestraße benutzen. Und dort gilt „leider“ Tempo 50.

Problem Nummer zwei sind die Raser, die sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten. Vor allem ortsauswärts, also in Richtung Dornstadt, werde mitunter auf Teufel komm’ raus beschleunigt, berichtet Durst. Die stationäre Messanlage der Gemeinde habe als Spitzenwert 129 Stundenkilometer registriert – innerorts. Gravierende Tempoverstöße seien keine Seltenheit und würden nicht nur nachts registriert, sondern auch tagsüber. „Und das ist das Erschreckende.“

Ob es etwas bringt, das Ortsschild weiter in Richtung Dornstadt zu versetzten? Durst hat Zweifel, trotzdem werde der Versuch unternommen. Sinnvoller wäre es seiner Meinung nach, eine Verkehrsinsel einzubauen, um Raser zu bremsen. Doch dafür sei ebenso wie für Tempo 30 in der Ortsmitte die Zustimmung des Regierungspräsidiums notwendig. Und die Behörde habe bereits eine verkehrsabhänige Ampelschaltung abgelehnt. Das, meint Durst, wäre die „Top-Lösung“ für Bollingen gewesen.

Treff Fünf gebrauchte Wohn- beziehungsweise Bürocontainer beschafft die Gemeinde Dornstadt, um darin ein Jugendhaus für den Teilort Bollingen einzurichten. Sie sollen im Herbst im neuen Gerwerbegebiet aufgestellt werden. Der Innenausbau und im Frühjahr auch die Gestaltung der Außenanlage sollen hauptsächlich von Jugendlichen erledigt werden.

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