„Vereinzelte Hinweise“ zum getöteten Xhoi Musaj bei Erbach

Die Ermittler gehen im Fall von Xhoi Musaj, dessen Leiche bei Erbach gefunden wurde, möglichen Spuren nach.

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Als Reaktion auf den Zeugenaufruf der Polizei Ulm im Fall des Getöteten Xhoi Musaj hat es bis Freitag „vereinzelte Hinweise“ aus der Bevölkerung gegeben, sagte Polizeisprecher Wolfgang Jürgens auf Nachfrage. Zeugen hatten die Leiche am Montagabend in einem See bei Erbach entdeckt, am Mittwoch folgte ein Aufruf der Polizei an die Bevölkerung, mit der Bitte um Hinweise zum Getöteten. „Was die bringen, das muss jetzt ausgewertet werden.“ Details zu den eingegangenen Informationen nannte er nicht. Am Nachmittag gab es innerhalb der Sonderkommission „See“, die in dem Fall ermittelt, eine Besprechung, um zu entscheiden, welchen Spuren nachgegangen wird.

Lebenszeichen von Ende März

Laut Jürgens richten sich die Ermittlungen der Soko auch auf die Informationen und Daten, die der 19-Jährige selbst im Internet hinterlassen hat. „Das gehört zum Alltagsgeschäft unserer Ermittlungen.“ Im Netz kursiert ein Bild von Xhoi Musaj, das den jungen Mann Ende März beim Kaffeetrinken an einem unbekannten Ort zeigt. Dieses Foto und das Porträtfoto der Polizei nutzen albanische Medien in der Berichterstattung über den Getöteten.

Ein Großaufgebot, darunter Bereitschaftspolizisten, Wasserschutzpolizei und DLRG, hatte am Dienstag das Ufer und den Anglersee, der sich östlich von Erbach im Gewann Ried befindet, abgesucht. Der Körper des Toten lag längere Zeit im Wasser, weshalb die Identität des Toten erst nach einer Obduktion geklärt werden konnte. Dabei zeigte sich auch, dass der Körper schwere äußere Gewalteinwirkungen aufweist, die offenbar zum Tode des 19-Jährigen führten. Unklar ist, wie lange Xhoi Musaj sich bereits in Deutschland aufhielt. Zuletzt war er in Steinfurt (Nordrhein-Westfalen) gemeldet, nicht bekannt ist, wann er nach Süddeutschland kam, und wie. Möglicherweise mit dem Zug, mutmaßt die Polizei.

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