Bürgermeisterwahl: „Toller Vertrauensbeweis“ für Sven Kneipp

Bei der Bürgermeisterwahl in Merklingen erhält der Amtsinhaber 93,5 Prozent der Stimmen.

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Der im Amt bestätigte Sven Kneipp (Mitte) stößt mit Werner Zimmermann (links), dem Geschäftsführer des Zweckverbands Region Schwäbische Alb, und dem Laichinger Bürgermeister Klaus Kaufmann auf das Wahlergebnis an.  Foto: 

Wegen der Bundestagswahl hat es gestern bis 20.51 Uhr gedauert, bis Markus Marth, der stellvertretende Bürgermeister, das Ergebnis der Bürgermeisterwahl in Merklingen verkünden konnte: 93,5 Prozent der gültigen Stimmen für Amtsinhaber Sven Kneipp, und das bei einer Wahlbeteiligung von 72,8 Prozent.

In absoluten Zahlen ausgedrückt heißt das: Von den 1624 Wahlberechtigten gaben 1183 ihr Votum ab, 942 stimmten für Kneipp, den einzigen Kandidaten. 175 Stimmen waren ungültig. Verhältnismäßig viele Wähler, insgesamt 66, schrieben irgendeinen anderen Namen auf ihren Wahlzettel. Spitzenreiter mit neun Stimmen war Günter Stolz, Kneipps Vorgänger in Merklingen. Fünf Stimmen fielen auf Gemeinderat Günter Frohring. Vier Stimmen erhielt der Merklinger Pfarrer Cornelius Küttner, je drei Gemeinderat Horst Nägele und der ehemalige Westerheimer Bürgermeister Wolfgang Grupp. Auffällig war, dass dieses Mal 224 Briefwähler (13,8 Prozent) gezählt wurden. Vor acht Jahren waren es deutlich weniger.

Die hohe Wahlbeteiligung bei einem Einzelkandidaten ist sicher der gleichzeitig stattfindenden Bundestagswahl zu verdanken. In anderen Gemeinden, in denen es in den vergangenen Jahren ebenfalls Bürgermeisterwahlen mit nur einem Kandidaten gab, lag die Wahlbeteiligung im Schnitt zwischen 30 und 50 Prozent. Eines darf nicht vergessen werden. Bei dieser Bürgermeisterwahl durften in Merklingen zum ersten Mal auch Jugendliche abstimmen, die das 16. Lebensjahr erreicht haben. Eine Premiere in der mehr als 1000-jährigen Geschichte der knapp 2000 Einwohner zählenden Gemeinde.

Als vor acht Jahren in Merklingen gewählt wurde, schritten 84 Prozent der Volljährigen an die Urnen. Auch damals fand gleichzeitig die Bundestagswahl statt. 2009 konnte sich der damalige Neuling Kneipp bereits im ersten Wahlgang gegen seine beiden Mitbewerber mit 60,4 Prozent der Stimmen behaupten.

Beim Wahlkampf unterstüzt

Nachdem der Musikverein Merklingen/Scharenstetten die Wartenden vor dem Rathaus unterhalten hatte, nahm Kneipp die Gratulationen vieler Bürger entgegen. Er dankte den Merklingern für den „tollen Vertrauensbeweis“. Er freue sich, „weiterhin in der lebendigen Gemeinde“ mitgestalten zu dürfen. Kneipp räumte ein, „im Vorfeld eine schwere Zeit“ mit seinem Ehemann gehabt zu haben, der nicht an seiner Seite war. „Aber er hat mich bei meinem Wahlkampf sehr unterstützt“, fügte Kneipp hinzu.

Zu den etwa 60 Gratulanten gehörten auch die Bürgermeister Klaus Kaufmann aus Laichingen und Hartmut Walz aus Westerheim sowie Werner Zimmermann, Geschäftsführer des Zweckverbands Region Schwäbische Alb. Weitere Kollegen gratulierten per Whatsapp.

Kneipp ließ sich nicht lumpen und spendierte Getränke zum Wurstsalat, den die Gemeinde bereitgestellt hatte.

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