"Ranzengarde" als großer Hit

Beim Programm ging es bei der Kappensitzung der Historischen Bürgerwehr genauso närrisch zu wie bei den großen Dietenheimer Faschingsbällen. Großer Hit im Don-Bosco-Heim war die "Ranzengarde".

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Stimmung war Trumpf bei der Kappensitzung der Historischen Bürgerwehr im Don-Bosco-Heim. Foto: Dieter Gräter

Was sich hinter der "Ranzengarde" verbirgt, wurde schon beim Einmarsch der Ranzenburger Narrenzunft (RNZ) deutlich. Angeführt vom diesjährigen Prinzenpaar Mona I. und Hary I. folgte die RNZ-Showtanzgruppe sowie deren Jugendgarde. Spätestens als dahinter auch das Prinzenpaar der Bürgerwehr in den Saal einlief, waren die Besucher im voll besetzten Don-Bosco-Heim aufgestanden. Dietenheims früherer Faschingsprinz Uwe Maucher in der Rolle der Prinzessin und seine Nadine, natürlich in der entsprechenden Männerrolle, hatten die Lacher sofort auf ihrer Seite.

Nachdem die Jugendgarde und die Showtanzgruppe der Narrenzunft ihre vom Hofball schon bekannten Tänze absolviert hatten, folgte anschließend bereits der Höhepunkt des Abends: Die knackigen Jungs der Bürgerwehr in ihren knallroten Kostümchen, künstlichen Busen und wohl proportionierten Körpern präsentierten sich topfit. Immerhin hatten sie schon im November damit begonnen, unter Leitung von Sonja Höb ihren "Gardetanz" einzustudieren. Einmal mehr gab es tolle Schrittkombinationen, Spagate, Hebefiguren und am Ende der Darbietung eine tolle Pyramide zu bewundern. Die Zugabe-Rufe waren überdeutlich, sodass die Truppe nicht umhin kam, das ganze Programm noch einmal durchzutanzen.

Das weitere Abendprogramm war so kurzweilig wie selten zuvor. Da kalauerte ein Kundendienstmitarbeiter einer großen europäischen Elektronik-Fachmarktkette mit einem Kunden (Andreas Sorge mit Oli Wiederer), der angesichts der Ferndiagnosen letztendlich die Reparatur seines Videorekorders via Telefon selbst zustande brachte. Bei der lustigen Zwergenpersiflage, in der die Wahrheit über die "Sieben Zwerge" tänzerisch über die Bühne des Don-Bosco-Heimes gebracht wurde, zeigte sich, dass auch die Bürgerwehr in Sachen Showtanzgruppe eine begeisterte Nummer präsentieren kann und in der Lage ist, der Narrenzunft "Konkurrenz zu machen".

Nicht zu schade waren sich Gerhard Koch und Franz Rembold, die den 50. Jahrestag des zugefrorenen Bodensees zum Anlass nahmen, ordentlich zu kalauern. War der Schwyzer Bauer darüber erbost, dass der deutsche Landwirt auf dem See Mist ausstreute und den See verunreinigte, konterte der Deutsche, indem er auf den Verkauf "seines Grundstückes" verwies: "Dös isch nämlich a Österreicher, dem verkauf i morga mei Wies", so der Hinweis des Allgäuers.

Sebastian Graf mit seinem besonderen Jahresrückblick leitete zum Finale der Kappensitzung über. Wie in den letzten Jahren üblich, waren es auch heuer Hannes und der Bürgermeister, die die Lacher auf ihrer Seite hatten. Einmal mehr liefen Thomas Schließer in der Rolle des Hannes und Fabian Graf als Schultes zur Höchstform auf und erhielten tosenden Beifall von den Faschingsbesuchern.

Zur Stimmung im Saal hatte Alleinunterhalter Karl Gutmann aus Kirchhaslach gesorgt. Er gehört inzwischen schon zum festen Inventar der Bürgerwehr in der Ranzenburger Fasnet.

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