„Arkadienkonzept“ geht in die Planungsphase

Dornstadt will neuen, bezahlbaren Wohnraum schaffen. Das kündigte der Bürgermeister beim Neujahrsempfang an.

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Rückblick und Ausblick: Bürgermeister Rainer Braig spricht beim Neujahrsempfang vor 250 Bürgern.  Foto: 

„Unsere Gemeinde steht gut da“, stellte Dornstadts Bürgermeister Rainer Braig zu Beginn seiner Rede beim Neujahrsempfang am Donnerstagabend fest. Rund 250 Bürger waren der Einladung der Gemeinde in den Bürgersaal gefolgt, darunter auch die CDU-Bundestagsabgeordnete Ronja Kemmer und der SPD-Landtagsabgeordnete Martin Rivoir.

Als Höhepunkt des vergangenen Jahres nannte der Bürgermeister die Wiedereröffnung des Hallenbades in der Ortsmitte, dessen Sanierung zwar sieben Millionen Euro verschlungen, aber eine sehr wichtige Stellung sowohl als Freizeiteinrichtung als auch für die Schulen und Vereine habe.

Für das Jahr 2018 stellte Braig die Schaffung von neuem, bezahlbarem Wohnraum in Aussicht. Das soll mit der modellhaften Wohnsiedlung, dem so genannten Arkadienkonzept, am nördlichen Ortsrand geschehen. Mit der Strenger Gruppe aus Ludwigsburg habe man einen soliden Investor gefunden, der bei geschätzten Kosten von 60 Millionen Euro 150 bis 160 Wohneinheiten errichten möchte.

Ein weiteres Projekt ist die Weiterentwicklung des Betreuungs- und Pflegezentrums östlich der B 10. Mitte Dezember seien die Stuttgarter Büros „Studio Urbane Strategien“, „UTA Architekten und Stadtplaner“ und „Kienleplan“ aus dem städtebaulichem Wettbewerb als Sieger hervorgegangen. Deren Entwurf unter dem Namen „Dornstadter Höfe“ ist nun die Grundlage für weitere Planungen. Die Verlegung des bislang dort ansässigen Pflegeheims sei ebenfalls in vollem Gange. Im November habe die Grundsteinlegung gleich hinter dem Bürgersaal stattgefunden.

Braig lobte die Feuerwehrleute: „Sie verdienen den höchsten Respekt und Anerkennung.“ Er erwähnte den Neubau des Feuerwehrgerätehauses. Der Gemeinderat habe die Entwurfsplanung freigegeben. Ohne Ausstattung wird mit Kosten in Höhe von 4,9 Millionen Euro gerechnet. Hinzu kommen 500.000 Euro für den als Zufahrt geplanten Kreisverkehr an der Einmündung Hubertusweg/Beimerstetter Straße. Mit dem Bau des Gerätehauses soll in der zweiten Hälfte dieses Jahres begonnen werden.

Nachdenklich machte Braig mit dem Thema „nachhaltiges Handeln“, das er in den Gemeinderat eingebracht habe und wo er auf offene Ohren gestoßen sei. So habe man ein „nachhaltiges Entwicklungskonzept“ für die Gemeinde Dornstadt beschlossen, das sich an den so genannten „Sustainable Development Goals“ orientieren soll. Das sind 17, von der UNO im Jahr 2015 verabschiedete Ziele, die beispielsweise Armut und Hunger in der Welt beenden, Ungleichheiten bekämpfen, die Wirtschaft stärken und gleichzeitig den Klimawandel eindämmen sollen.

Die musikalische Umrahmung übernahm der Liederkranz Tomerdingen.

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