Trister und kalter Monat

Stötten.  Trüb, kalt und zu trocken: So präsentierte sich der Februar bei der Wetterwarte Stötten. Seit Beginn der Stöttener Wetter-Aufzeichungen vor 63 Jahren bescherten nur sechs Februare noch weniger Sonne.

Dem tristen Januar folgte ein ebenso trister Februar. Um so erfreulicher, dass sich der meteorologische Frühling, der Anfang März begann, strahlend blau und mit herrlichem Sonnenschein präsentierte. Die Minusgrade aber bleiben.

Mit dem Februar ging zumindest für die Meteorologen auch der Winter zu Ende, der in ihrer Statistik am 1. Dezember begonnen hat. Während dieser Zeit lag bei der Wetterwarte Stötten an 80 Tagen eine geschlossene Schneedecke - exakt so viel wie in der letztjährigen Wintersaison. Dabei gab es voriges Jahr im März noch 24 Tage mit einer Schneedecke.

Die größte Schneemenge bisher lag am 2. Februar - auf Stöttens Anhöhe immerhin ein halber Meter.

Insgesamt summierte sich der Februar-Niederschlag auf 45,3 Liter Wasser pro Quadratmeter - im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt sind dies nur 67 Prozent. Die höchste Tagesmenge fiel am 4. Februar mit 7,4 Liter. Nur an zwei Tagen hats überhaupt keinen Niederschlag gegeben. Den ganzen Monat über lag eine geschlossene Schneedecke - und zwar an 24 Tagen von mehr als 20 Zentimetern. Insgesamt addierte sich der Schneefall auf 41 Zentimeter.

Was die Temperaturen anbelangt, entsprach der Februar nahezu dem langjährig errechneten Durchschnitt. Davon wich er mit seinen minus 1,6 Grad nur um 0,4 Grad nach unten ab.

Der höchste Wert wurde am Letzten des Monats mit 11 Grad registriert. Das Minimum notiert mit minus 10,9 Grad vom 10. Februar; am Erdboden wurde der Tiefstwert am 16. Februar mit minus 12,7 Grad gemessen.

Es gab 23 Tage mit Frost (nur das Minimum unter null), während an elf Tagen überhaupt kein Pluswert erreicht wurde. An 23 Tagen stellten die Stöttener Wetterbeobachter Bodenfrost fest.

Im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt brachte es die Sonne nur auf 55 Prozent. Am längsten schien sie am 27. mit 8,6 Stunden. An elf Tagen war überhaupt kein Sonnenstrahl zu sehen. 22 Tage galten als trübe, an elf wurde Nebel verzeichnet.

Es gab drei Tage mit Windstärke 8 und mehr - wovon der Letzte des Monats am stürmischsten war, nämlich mit einer Windgeschwindigkeit von 124 km/h. Insgesamt wurde an sieben Tagen Windstärke 6 und mehr gemessen.

Raureif gab es an 15 Tagen; an zehn Tagen reichte die Sicht 70 Kilometer und weiter, dreimal sogar bis zu den Alpen.


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Autor: MANFRED BOMM | 11.03.2010

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