Trainingstipps vom ehemaligen Fußball-Profi

Balzheim.  Früher war Fußball-Profi Bernd Hobsch sogar für die Nationalmannschaft am Ball, jetzt gibt er sein Wissen an Kinder weiter. Beim dreitägigen Trainingscamp in Balzheim waren 26 Mädchen und Jungen dabei.

Eine runde Sache. Egal, ob Leonie oder Saskia, Marvin oder Jannik: Ihr Urteil über das Jugend-Trainingscamp auf dem Gelände des SV Balzheim ist einhellig. Drei Tage lang haben diese Kinder und weitere 22 Nachwuchskicker zahlreiche Tipps und Tricks von einem der ganz Großen in der Branche gelernt. Sein Name: Bernd Hobsch. Fußball-Profi war er, gar Nationalspieler. Jetzt ist er Teilhaber einer Fußballschule und zeigt Kindern und Jugendlichen, worauf es ankommt beim Spiel mit dem runden Leder.

Über das Internet, sagt Hobsch, sei der Kontakt nach Balzheim zustande gekommen. "Wir schreiben kleinere Vereine mit guter Nachwuchsarbeit an." Alles laufe privat, "der SVB hat kein Risiko", fügt Jugendleiter Ulrich Rögele hinzu. Der Verein zeichne lediglich für "gezielte Werbung" verantwortlich. "Mitmachen kann jeder", betont der Ex-Profi. Die Altersgrenze liege grob zwischen sechs und 14 Jahren. "Spaß und Freude stehen diese drei Tage lang im Vordergrund." Lernen könnten beide Seiten voneinander - Verein und Veranstalter. Rund viereinhalb Stunden verbringen die Jung-Kicker auf dem Platz. "Man muss sich auf jedes Kind einstellen", lautet das Credo. Das sei gleichzeitig auch das Schwierigste daran.

Vormittags sind technische und Torschuss-Übungen an der Reihe, da müsse man sich konzentrieren. Am Nachmittag werde gespielt. Noch eines ist dem Mann wichtig: "Kindgerechtes Essen gehört ebenfalls dazu." Dafür sorge der Wirt des Sportheims etwa mit Chicken Wings oder Pommes.

Sechs der 26 Interessierten sind Mädchen. "Ich bin positiv überrascht von ihnen", lobt Bernd Hobsch. Er bescheinigt ihnen einen "größeren Willen etwas zu lernen." Die zwölfjährige Leonie jedenfalls scheint einiges mitgenommen zu haben. Ihre persönliche Ausbeute: "Dribbling und ein paar Tricks", berichtet die D-Jugend-Spielerin. Das Training mit den Jungs befindet sie als ganz normal, konditionell gab es keine Probleme. Das Camp wecke schon den Ehrgeiz, meint ihre Kollegin Saskia. Freilich ginge sie schon zwei Mal pro Woche ins Training, mehr sei nicht drin: "Ich habe noch andere Sachen zu tun." Die 15-Jährige bedauert im Übrigen, "dass nicht mehr Mädchen dabei sind."

Jannik mit seinen zwölf Jahren hat ebenso einen Vorsatz gefasst: "Ich möchte mehr trainieren." Das Dribbling hat ihn begeistert, der Umgang mit dem Ball im Allgemeinen. "Das hier macht Spaß." Marvin (9) stimmt ihm zu: "Mir gefällt es ganz gut, ich habe dazu gelernt." Von morgens bis nachmittags auf dem Platz zu sein, empfand er jedoch als lang.

"Zufriedenheit", lautet das Zauberwort für Bernd Hobsch, dessen Schule sich in Coburg befindet. Ob im nächsten Jahr wieder ein derartiges Camp zustande kommt, hänge davon ab, ob die Teilnehmer das dreitägige Angebot als schön und lustig empfänden. "Das muss sich jetzt mal setzen." Die Tendenz zur Wiederholung spüren jedoch sowohl Hobsch als auch Rögele. "Die Kinder waren begeistert und haben bis zum Schluss mitgemacht." Und dies, obgleich das Wetter teilweise richtig schlecht gewesen sei.


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Autor: MANUELA RAPP | 08.09.2010

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