Schwäbische Gedichte zu Weihnachten: Gelesen von Erich Rueß für swp.de

Morgen, Mittag, Nachmittag und Abend - wer noch ein paar Tipps braucht, wie er den heutigen Tag sinnhaft im schwäbischen Sprachraum verbringen kann, sollte noch schnell bei dem Mundartdichter Erich Rueß nachlesen. Bei "Em Schullehr isch nix eigfalla em Maurer allz!

Morgen, Mittag, Nachmittag und Abend - wer noch ein paar Tipps braucht, wie er den heutigen Tag sinnhaft im schwäbischen Sprachraum verbringen kann, sollte noch schnell bei dem Mundartdichter Erich Rueß nachlesen. Bei "Em Schullehr isch nix eigfalla em Maurer allz!", 106 Seiten, DIN A5, ISBN: 978-3-87336-392-2; 9,90 Euro.

Der kleine Wallfahrtsort Matzenhofen erlebte am 26. November 1977 ein Ereignis ganz besonderer Art: Heinrich Finkele aus Illertissen hatte eine Anzahl Gleichgesinnter, die sich wie er der Pflege der heimischen Mundart verschrieben haben, zu einer Poeten-Wallfahrt eingeladen. So beginnt die Chronik der Matzenhofer Gilde, deren Weg auch der Mundartdichter Erich Rueß aus dem Weißenhorner Teilort Grafertshofen begleitet hat - eine Zeit lang auch als Gildemeister. In jedem der drei Gedichtbücher der Gilde ist Rueß als Autor vertreten, hat zudem einige der Zeichnungen dazu geliefert. Die Gilde hat das Ziel, schwäbische Mundartdichter zu fördern. Bei der Gründungsversammlung sagte der damalige Bundestagsabgeordnete und spätere Bundesfinanzminister Theo Waigel, dass im Gegensatz zu Ober- und Niederbayern die Pflege der Heimat-Sprache im schwäbischen Raum etwas zu kurz gekommen sei.

Eine Lesung online bei swp.de hat der Mundartdichter Rueß gegeben. Seine sonore Stimme trägt Gedichte und Aphorismen aus dem neuen Werk vor. Ein Video ist in unserer Online-Ausgabe unter swp.de/videos zu hören.

Einen Spezial-Service bietet Rueß seinen Weißenhorner Mitmenschen an: "Im Stadtgebiet bringe ich mein Buch vor die Haustüre", schreibt er auf seiner Homepage www.verslesschmiede - dort und auch unter www.aphorismen.de sind Denksprüche des "Wortzerspanungsmechanikers und wortknausernden Schwaben" zu lesen. "Er hat schon sehr viele seiner Werke verlegt, aber leider nicht wieder gefunden."

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