Regglisweiler Holzkrähen mischen kräftig mit
Regglisweiler. Vor elf Jahren traten die "Holzkrähen" aus "Ranzenweiler" ins Fasnetsgeschehen ein. Grund für die Zunft, am Samstag, 11. Februar, mit einer Oldie-Nacht in der Stadthalle den närrischen Geburtstag zu feiern
Stolz präsentierten sich im Februar 2001 drei Hästräger in der Redaktion des ILLERTAL BOTE, die damals noch in der Kirchstraße war. Da standen sie in ihren auffälligen Jacken aus schwarzen, grünen, roten und gelben Filzflicken, die "Holzkrähen aus Ranzenweiler" (Regglisweiler). Symbolisch die Häsfarben: Schwarz steht für die Nacht und die Krähenvögel, grün für den Wald. Gelb gelte als die Farbe des Tages und die Signalfarbe Rot stehe für alles Verbotene.
Auffallend auch die Holzmaske: Sie wurde vom Dietenheimer Bildhauer Franz Bailer geschnitzt und in der oberen Hälfte als Krähe (Rabenvogel) gestaltet. Die untere Hälfte zeigt das Gesicht eines Menschen. Auf den Hut, der mit Federn, Tannenzäpfchen, Vogelbeeren und Reisig kunstvoll verziert ist, wurden graue Büffelhaare genäht. Die schwarze Hose, die gerade so über das Knie reicht, schwarze Schuhe und Handschuhe in derselben Farbe ergänzen das Häs, das deutlich als "Krähe" mit menschlichen Zügen auszumachen ist.
Nicht ganz einfach war die Suche nach einem Namen. Für die Bürger aus Regglisweiler ist die Holzkrähe als frühere Ski- und Rodelbahn in der Nähe der Kreuthöfe bekannt. Da sich die Zunft damit nicht zufrieden geben wollte, holte sie sich Rat bei Rudi Lemm, dem seinerzeitigen Leiter des Staatlichen Forstamtes in Ulm. Er brachte in Erfahrung, dass Holzkrähe für einen Waldteil im Regglisweiler stehe und dass es keine Verbindung zum gleichnamigen Krähenvogel gebe. Die Vermutung des Forstbeamten ging dahin, dass es sich um einen großen Holzhaufen gehandelt hat, der den Bewohnern des damals noch selbstständigen Regglisweiler, dazu diente, zur Verteilung zur Verfügung zu stehen.
Geschichte hin, Geschichte her: Den Holzkrähen mit ihrem Vereinsvorsitzenden Walter McCaig und seiner Stellvertreterin Marianne Frank, die dem Verein von Beginn an bis heute vorstehen, ist es egal: Sie haben sowohl in der Fasnet vor Ort, in der Region, aber auch in Süddeutschland von Kempten bis Esslingen viele Freunde gefunden und werden mit ihren bunten Häsern und ihren Holzmasken überall freundlich empfangen.
Gefeiert wird das närrische Jubiläum - die Fasneter rechnen im Elferpack - mit einem Faschingsball. Er soll am Samstag, 11. Februar, als Oldie-Nacht in der Dietenheimer Stadthalle über die Bühne gehen. Dazu gibt es "Musik der letzten 111 Jahre", aufgelegt von DJ Richie. Zur weiteren Unterhaltung trägt der Hofstaat samt Garden der Ranzenburger Narrenzunft bei.
Mit dabei ist auch die Showtanzgruppe "Illegal" aus Donaurieden. Außerdem wirken die Ranzenburger Hexen, die Illergoischd"r und die "Rottalach-Hexa" mit, die vergangenes Jahr erstmals ins Licht der Ranzenburger Fasnet getreten sind. Sie werden den Holzkrähen bei der Ausrichtung des Jubiläumsballes behilflich sein.
Einlass in die Stadthalle ist um 19 Uhr.
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Autor: DIETER GRÄTER | 06.02.2012
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Ranzenweiler Holzkrähen bereichern seit elf Jahren die Umzüge. Foto: grä
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