Radler Bögel freut sich auf die WM
Bermaringen. Auf seinem Rad hat Hartmut Bögel aus Blaustein rund 12.000 Kilometer von Kairo nach Kapstadt zurückgelegt. Pünktlich zum ersten WM-Spiel der deutschen Nationalelf möchte er in Durban sein. In loser Folge berichtet Hartmut Bögel über seine Erlebnisse von unterwegs.
10. Juni Umtentweni
Noch 110 km bis Durban und ein Regentag. So beschließe ich, es für heute schon um 13:00 Uhr mit dem Radeln gut sein zu lassen und schlage mein Zelt im Garten eines schönen Backpackers auf, das genau am Strand liegt und mir fabelhafte Ausblicke auf die recht hohe See bietet. Außerdem fühle ich mich auch ziemlich müde, die Berge der Transkei stecken mir in den Knochen und es tut gut, mal einen halben Tag Pause zu machen. Mit dem Baden ist es bei dem Wellengang mal wieder etwas schwierig. Außerdem hat man die Haischutznetze entfernt wegen der Sardinenschwärme, die um diese Jahreszeit hier vorbeiziehen und mit ihnen hunderte Delphine und hunderte Vögel, die sich alle an den Sardinen laben. Es muss ein wirkliches Naturspektakel sein, wenn die Fischschwärme zu beobachten sind.
Der Besitzer des Backpackers erzählte mir auch, dass gestern zwei Wale zu sehen waren, wohl Mutterwal mit Kalb. Gespannt blicke ich natürlich ständig aufs Meer, doch bislang habe ich noch kein Glück: weder Sardine, noch Delphin, noch Wal... Dafür ist das Wasser recht warm und ich bade am flachen Strand, wo die Strömung nicht so stark, die Wellen nicht so hoch und die Haie fern sind. Am Morgen hatte ich nette Begegnungen in einem Supermarkt und auch ein Interview mit der lokalen Zeitung von "South Coast Herald". Alle sind nun echt im Fußballfieber hier und der Sound der Vuvuzelatröte ist allgegenwärtig. Heissa, das wird bestimmt ein ohrenbetäubendes Spektakel werden morgen beim Eröffnungsspiel und ich muss zusehen, dass ich rechtzeitig zu dem Backpacker komme, das ich mir für morgen als Ziel vorgenommen habe.
Gestern nun war mein letzter Transkeiabschnitt und mit Erreichen von Port Edward bin ich nun bis Durban immer nur noch entlang der Küste unterwegs. Ein Ort reiht sich hier an den anderen und dementsprechend ist auch der Verkehr. Landschaftlich ist die Gegend geprägt von vielen kleinen Bananenplantagen und diese werden auch überall entlang der Straße verkauft. Außerdem gibt es Orangen und kleine Ananas in Hülle und Fülle; für die kleine Ananas bezahlt man während der Saison grade mal 15 Cent und wenn einen ein Laster überholt, der welche geladen hat, dann zieht er eine fruchtig süße Ananasduftspur hinter sich her und bei nächster Gelegenheit kaufe ich mir eine! In der Transkei bekam ich nochmals ein Afrika zu Gesicht, wie wir es in anderen Ländern unserer Reise angetroffen hatten: Die Städte waren übervoll mit Menschen, Autos und Bussen, überall wurden Obst und Gemüse, Hühner und manch anderes Tierisches, Secondhandkleider und Krimskrams auf kleinen Verkaufsständen feilgeboten und es herrschte ein ziemliches lebhaftes Durcheinander. Das zu beobachten ist schon eine wahre Faszination. Hier nun ist davon nichts mehr zu spüren, da ist es fast so wie wir es bei uns in Europa kennen, nur dass alle Grundstücke, Häuser, Geschäfte, Sportanlagen, Schulen usw. eben ziemlich-teilweise brachial eingezäunt sind.
Fünf Kilometer von hier in Port Sephstone ist das Nationalteam von Algerien einquartiert. Auch dort wird Security groß geschrieben und das Camp ist umringt von Sicherheitspersonal. Südafrika möchte der Welt beweisen, dass man in diesem wunderschönen Land sicher reisen und Urlaub machen kann und ein Event wie die Fußballweltmeisterschaft ohne böse Zwischenfälle durchführen kann. Und das wünsche ich mir für die Menschen hier total, denn ich erlebe so viel Herzlichkeit und Freundlichkeit und hoffe, dies kommt auch über die Medienberichte so bis in alle Winkel dieses fußballverrückten Planeten. Das musste doch einfach mal gesagt sein! Und nun geht es ans Spaghetti kochen und dazu gibt es 4-Käse-Tüten-Soße, die ich mir beim "kwikspar" noch eben besorgt habe. Und uns allen wünsche ich ab morgen dann eine mega-gigantisch fabelhaft faszinierende stimmungs- und torreiche Fußballweltmeisterschaft!!!
Herzlichste Geburtstagsgrüße gehen heute an Inge in Bermaringen und an meinen guten Schulfreund und Kumpel Christoph in Sonderbuch. Alles Gute von hier!
Noch 110 km bis Durban und ein Regentag. So beschließe ich, es für heute schon um 13:00 Uhr mit dem Radeln gut sein zu lassen und schlage mein Zelt im Garten eines schönen Backpackers auf, das genau am Strand liegt und mir fabelhafte Ausblicke auf die recht hohe See bietet. Außerdem fühle ich mich auch ziemlich müde, die Berge der Transkei stecken mir in den Knochen und es tut gut, mal einen halben Tag Pause zu machen. Mit dem Baden ist es bei dem Wellengang mal wieder etwas schwierig. Außerdem hat man die Haischutznetze entfernt wegen der Sardinenschwärme, die um diese Jahreszeit hier vorbeiziehen und mit ihnen hunderte Delphine und hunderte Vögel, die sich alle an den Sardinen laben. Es muss ein wirkliches Naturspektakel sein, wenn die Fischschwärme zu beobachten sind.
Der Besitzer des Backpackers erzählte mir auch, dass gestern zwei Wale zu sehen waren, wohl Mutterwal mit Kalb. Gespannt blicke ich natürlich ständig aufs Meer, doch bislang habe ich noch kein Glück: weder Sardine, noch Delphin, noch Wal... Dafür ist das Wasser recht warm und ich bade am flachen Strand, wo die Strömung nicht so stark, die Wellen nicht so hoch und die Haie fern sind. Am Morgen hatte ich nette Begegnungen in einem Supermarkt und auch ein Interview mit der lokalen Zeitung von "South Coast Herald". Alle sind nun echt im Fußballfieber hier und der Sound der Vuvuzelatröte ist allgegenwärtig. Heissa, das wird bestimmt ein ohrenbetäubendes Spektakel werden morgen beim Eröffnungsspiel und ich muss zusehen, dass ich rechtzeitig zu dem Backpacker komme, das ich mir für morgen als Ziel vorgenommen habe.
Gestern nun war mein letzter Transkeiabschnitt und mit Erreichen von Port Edward bin ich nun bis Durban immer nur noch entlang der Küste unterwegs. Ein Ort reiht sich hier an den anderen und dementsprechend ist auch der Verkehr. Landschaftlich ist die Gegend geprägt von vielen kleinen Bananenplantagen und diese werden auch überall entlang der Straße verkauft. Außerdem gibt es Orangen und kleine Ananas in Hülle und Fülle; für die kleine Ananas bezahlt man während der Saison grade mal 15 Cent und wenn einen ein Laster überholt, der welche geladen hat, dann zieht er eine fruchtig süße Ananasduftspur hinter sich her und bei nächster Gelegenheit kaufe ich mir eine! In der Transkei bekam ich nochmals ein Afrika zu Gesicht, wie wir es in anderen Ländern unserer Reise angetroffen hatten: Die Städte waren übervoll mit Menschen, Autos und Bussen, überall wurden Obst und Gemüse, Hühner und manch anderes Tierisches, Secondhandkleider und Krimskrams auf kleinen Verkaufsständen feilgeboten und es herrschte ein ziemliches lebhaftes Durcheinander. Das zu beobachten ist schon eine wahre Faszination. Hier nun ist davon nichts mehr zu spüren, da ist es fast so wie wir es bei uns in Europa kennen, nur dass alle Grundstücke, Häuser, Geschäfte, Sportanlagen, Schulen usw. eben ziemlich-teilweise brachial eingezäunt sind.
Fünf Kilometer von hier in Port Sephstone ist das Nationalteam von Algerien einquartiert. Auch dort wird Security groß geschrieben und das Camp ist umringt von Sicherheitspersonal. Südafrika möchte der Welt beweisen, dass man in diesem wunderschönen Land sicher reisen und Urlaub machen kann und ein Event wie die Fußballweltmeisterschaft ohne böse Zwischenfälle durchführen kann. Und das wünsche ich mir für die Menschen hier total, denn ich erlebe so viel Herzlichkeit und Freundlichkeit und hoffe, dies kommt auch über die Medienberichte so bis in alle Winkel dieses fußballverrückten Planeten. Das musste doch einfach mal gesagt sein! Und nun geht es ans Spaghetti kochen und dazu gibt es 4-Käse-Tüten-Soße, die ich mir beim "kwikspar" noch eben besorgt habe. Und uns allen wünsche ich ab morgen dann eine mega-gigantisch fabelhaft faszinierende stimmungs- und torreiche Fußballweltmeisterschaft!!!
Herzlichste Geburtstagsgrüße gehen heute an Inge in Bermaringen und an meinen guten Schulfreund und Kumpel Christoph in Sonderbuch. Alles Gute von hier!
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Autor: Hartmut Bögel | 11.06.2010
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