Neue Uniformen

Dietenheim.  Nach 26 Jahren schafft sich die Stadtkapelle Dietenheim eine neue Uniform an. Wie Erwin Rupp, der wieder gewählte Vorsitzende erklärte, sollen die Trachten beim Weihnachtskonzert vorgestellt werden.

. Nach mehr als einem Vierteljahrhundert ist die graue Uniform der Stadtkapelle in die Jahre gekommen. Wie Erwin Rupp bei der Jahreshauptversammlung erklärte, hat die Vereinsführung beschlossen, eine neue, einheitliche Kleidung anzuschaffen. Wie der Vorsitzende verriet, wolle man sich zwar Trachten ähnlich kleiden, "sich aber keinesfalls in Lederhosen präsentieren". Demnach ist an eine schwarze Hose, mit Janker und Weste gedacht. Wichtig sei es, sich in den nächsten Wochen darüber Gedanken zu machen, wie das Ganze finanziert werden könne.

Rupp zeigte sich zuversichtlich, die Anschaffung nach Rücksprache mit der Stadt Dietenheim, verschiedener Firmen und eigenen Barmitteln, stemmen zu können. Beim Jahreskonzert am zweiten Weihnachtsfeiertag möchte sich die Stadtkapelle erstmals im neuen Outfit präsentieren.

In seinem Jahresrückblick brachte der Vorsitzende eine Vielzahl von Ereignissen in Erinnerung. Als Highlights nannte er das Muttertagskonzert, das Vatertagsfest, die Serenade in der Stadthalle, die Altstadthockete mit Marktplatzeinweihung und das Jahreskonzert. Zusammen mit der Bürgerwehr sei man beim Standkonzert am Seniorenzentrum, beim Landestreffen in Sigmaringen, dem Laupheimer Kinderfest und dem Bürgerwehrjubiläum aufgetreten.

Chronist Max Semler unterlegte seinen detaillierten Rückblick mit einer Reihe schöner Bilder. Die Bilanz Semlers: Sage und schreibe rund 130 Auftritte, die von Proben, Beiratssitzungen, Jubiläums- und Unterhaltungsveranstaltungen, bis hin zu Geburtstagsständchen, musikalischen Umrahmungen von Empfängen und der Veranstaltung eines Rockkonzertes reichten.

Dem ordnungsgemäßen Kassenbericht von Rainer Kammerer, den Erich Rupp verlas, folgten die Ausführungen des musikalischen Leiters Thomas Hartmann. Er bezeichnete das Jahr 2009, als das erfolgreichste während seiner Tätigkeit in Dietenheim. Er bedauerte, dass das Wetter bei der Serenade nicht mitgespielt habe und ein Ausweichen in die Stadthalle notwendig war. "Hätte sich das Wetter an der Leistung der Stadtkapelle orientiert, wäre es ein Jahrhundertkonzert geworden", sagte der Dirigent.

Richtig begeistert zeigte sich Hartmann vom Auftritt des Orchesters beim Jahreskonzert: "Eine volle Halle, Sie haben phantastisch musiziert und Standing Ovations bekommen; was wollen Sie mehr?" Während die Proben im ersten Halbjahr auf das Sommerprogramm, sprich die Unterhaltungsmusik, abgestimmt sein werde, gelte es danach, sich auf das Weihnachtskonzert vorzubereiten.

Durchweg zufrieden zeigte sich auch Jugendleiter Klaus Herrmann. Derzeit stünden 28 Jugendliche in Ausbildung. Während beim "tiefen Blech", insbesondere den Posaunen aber auch beim Saxophon und dem Waldhorn weiterer Nachwuchs wünschenswert wäre, seien die übrigen Instrumente gleichmäßig besetzt. Als wichtigen Baustein bezeichnete Herrmann die gemeinsame Jugendkapelle Balzheim-Wain-Dietenheim, die mit Dirigent Erwin Rupp eine musikalische Erfolgsgeschichte schreibe, die in der Umgebung ihresgleichen suche. Als weitere Höhepunkte bezeichnete der Jugendleiter die Teilnahme an den Wertungsspielen beider Kreisverbände, die "mit hervorragendem Erfolg" abgeschlossen wurden. Jährliches Highlight war wiederum eine einwöchige Jugendfreizeit.

Die Wahlen brachten ein eindeutiges Votum für Erwin Rupp als ersten Vorsitzenden. Wiedergewählt wurden Rainer Kammerer (Kasse) und Jugendleiter Klaus Herrmann. Biggi Gruber, Werner Lohr, Albert Hüber und Christina Rupp wurden in den Beirat gewählt. Für die Stadt bedankte sich der stellvertretende Bürgermeister Josef Klemm für die musikalischen Hochgenüsse, die die Stadtkapelle der Bevölkerung immer wieder beschere. Glückwünsche überbrachte auch Carsten Baur, der Vorsitzende der Bürgerwehr, im Namen der anwesenden Vereine. Martin Semler, neu gewählter Vorsitzender des Fördervereins der Stadtkapelle, sagte dem Verein seine Unterstützung zu.


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Autor: DIETER GRÄTER | 09.03.2010

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