Haushaltsplan ist "unspektakulär"

Merklingen.  Als "solide und unspektakulär" bezeichnete Finanzbeamtin Manuela Uebele den Merklinger Haushaltsplan 2012 bei der Vorberatung im Gemeinderat.

Die Sanierung der Rippmannstraße wird 2012 das größte Projekt in der Gemeinde Merklingen, geht es doch hier um eine halbe Million Euro Kosten, die im Haushaltsplan 2012 berücksichtigt sind. Diesen bezeichnete Finanzbeamtin Manuela Uebele im Rahmen der Vorberatungen darüber ganz allgemein als "solide und unspektakulär". Das Haushaltsvolumen umfasst 5,3 Millionen Euro, 400 000 Euro mehr als im Vorjahr. Im Verwaltungshaushalt sind 4,35 Millionen Euro angesetzt, im Vermögenshaushalt 947 600 Euro, das sind ebenfalls 400 000 Euro mehr als 2011 angesetzt. "Die positive Zuführungsrate an den Vermögenshaushalt beträgt 191 995 Euro", fügte Bürgermeister Sven Kneipp zufrieden hinzu.

Als positiv bewertete Manuela Uebele auch die erwarteten Mehreinnahmen im Bereich der Einkommenssteuer (72600 Euro gegenüber 680 000 Euro im Vorjahr) und Umsatzsteuer (54 600 gegenüber 50 000 Euro im Vorjahr) sowie bei den Schlüsselzuweisungen (43 000 Euro mehr als im Vorjahr) und der Investitionspauschale (25 700 Euro mehr als im Vorjahr) vom Land. Vorsichtiger sieht sie der Gewerbesteuereinnahme entgegen, die sie für 2012 mit 150 000 Euro weniger angesetzt hat. Jetzt sind im Entwurf 450 000 Euro eingestellt. Deutlich höhere Personalkosten der Gemeinde werden laut Uebele durch die tarifliche Erhöhung als auch den größeren Stellenumfang anfallen. Weiter sollen in der Verwaltung die Computer in diesem Jahr auf Office 2010 umgestellt werden, kündigte sie an.

Rund 4500 Euro sind in diesem Jahr für ein Gutachten zur Baumkontrolle eingestellt, die Kneipp aus Sicherheitsgründen durchführen lassen will: "Hier gibt es ein deutliches Defizit und die Gemeinde ist in der Haftung, wenn etwas passiert", erklärte der Bürgermeister. Weiter will Kneipp mit einem Bauleitplan, für den 20 000 Euro veranschlagt sind, die Merklinger Innenentwicklung "als zentrales Thema mit konzeptioneller Hilfe" vorantreiben. "Belebtes Dorf, Baulücken füllen, Ortskern erhalten - da muss man strategisch ran", kommentierte Kneipp. Keine Kürzungen erfolgen in allen Bereichen öffentlicher Einrichtungen und bei der Förderung von Angeboten für Kinder, Jugendliche und Vereine.


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Autor: BRIGITTE SCHEIFFELE | 09.02.2012

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