Mehr als 1000 Schüler auf Berufssuche - Ausbildungsplatzbörse?

Schule abgeschlossen - und dann? Hilfe bei der Berufswahl bietet seit 25 Jahren die Langenauer Ausbildungsplatzbörse. Am Sonntag präsentierten 60 Betriebe über 100 Berufe, mehr als 1000 Schüler kamen.

AMREI GROSS |

Von Altenpfleger bis Zerspanungsmechaniker: Knapp 350 Ausbildungsberufe und rund 50 Weiterbildungsmöglichkeiten, dazu mehr als 1500 duale Studiengänge zählten die Industrie- und Handelskammer Ulm sowie das Bundesinstitut für Berufsbildung im vergangenen Jahr. Eine große Herausforderung für Schulabgänger und ihre Eltern: Wie soll man den Beruf finden, der zu einem passt?

Hilfe auf dem Weg ins Berufsleben bietet seit 25 Jahren die Langenauer Ausbildungsplatzbörse, ein Projekt der Stadt Langenau, des Gewerbe- und Handelsvereins und der weiterführenden Schulen. Erstmals fand die Veranstaltung am Samstag nicht mehr in der Albecker-Tor-Schule, sondern in der Stadthalle statt - aus Platzgründen. Denn das Interesse von Betrieben aus der Region steigt weiter. "Im vergangenen Jahr hatten wir eine Rekordteilnahme von 50 Unternehmen", erklärt Christoph Schreijäg, erster Beigeordneter der Stadt Langenau. In diesem Jahr hätten sich gar 60 angemeldet. "Der Wechsel war richtig", stimmte Gerhard Häge, Geschäftsführer einer ausstellenden Firma, zu. In der Stadthalle sei die Hemmschwelle für die Schüler geringer, auf die Betriebe zuzugehen. "Hier ist alles offener und neutraler."

Tatsächlich war der Andrang groß. Über 1000 Schüler kamen, um sich zu informieren. Besonders am Stand der Bundeswehr bildeten sich zeitweise große Schlangen. Karriereberater Andrej Uetzels freute das sehr: "Bei der Bundeswehr denkt jeder nur ans Militär", sagte er. Tatsächlich aber biete sie viel mehr: Im militärischen und zivilen Bereich stünden rund 110 Ausbildungsberufe und duale Studiengänge zur Verfügung; nicht jeder Angehörige der Bundeswehr leiste einen Dienst an der Waffe.

Uetzels Argumente wussten zu überzeugen: "Ich möchte bei der Bundeswehr Verwaltungsfachangestellte werden", ist sich Amelie Guba aus Langenau nach dem Messebesuch sicher. Tashina Thomas aus Weidenstetten dagegen zieht es zu den Streitkräften. "Ich möchte auf jeden Fall einen freiwilligen Wehrdienst absolvieren", hat sich die Neuntklässlerin entschieden. Im Anschluss könne sie sich eine Karriere als Soldatin durchaus vorstellen: "Meine Tante ist auch beim Militär, daher habe ich bereits erste Einblicke."

Jana Hager aus Gögglingen indes erlebte am Samstag ihre erste Ausbildungsplatzbörse in neuer Funktion. Die 18-Jährige ist seit drei Wochen in Ausbildung zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung und stand nun Gleichaltrigen Rede und Antwort. "Ich habe meinen Ausbildungsbetrieb selbst auf einer Ausbildungsmesse kennen gelernt", sagt sie. "Ich hoffe, dass nun auch ich anderen dabei helfen kann, den richtigen Beruf zu wählen." Hager selbst ist mit ihrer Entscheidung sehr zufrieden: "Die Stimmung in meinem Betrieb ist unglaublich gut, ich bin sehr freundlich aufgenommen worden und die Arbeit macht mir viel Spaß."

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