Junge Musiker begeistern
Weilersteußlingen. Vier Posaunisten aus dem Bergemer und Frankenhofener Musikverein haben in Weilersteußlingen begeistert: in der "Stunde mit Posaunen" mit einem unterhaltsamen, getragenen, festlichen Arrangement.
"Das sind nur vier junge Musiker aus unseren beiden Vereinen, zwei sind noch Schüler, zwei sind Auszubildende", kündigte Josef Uhl am Mittwochabend das Posaunenquartett in der Weilersteußlinger Pfarrkirche an. Wie der Dirigent des Musikvereins Frankenhofen und Kreisverbandsdirigent sagte, sei diese "Stunde mit Posaunen" das erste Konzert von Jonas Schmid (16) und Matthias Fundel (18), beide im Musikverein Frankenhofen, sowie Matthias Schrade (19) und Philipp Scherb (18), die beide im Bergemer Musikverein spielen. "Vor so großem Publikum hat das Ensemble noch nie gespielt. Aber alle sind engagierte und begabte junge Musiker."
Sichtlich stolz berichtete Josef Uhl noch, dass die vier Posaunisten am 28. September auf dem Stuttgarter "Wasen" bei einer Feierstunde mit Rudolf Köberle, dem Minister für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, musizieren dürfe.
Wie sehr die Bewohner der Lutherischen Berge und der Ehinger Alb auf die eigene Musikerjugend zählen, zeigte sich an den voll besetzten Kirchenbänken. Es hatte sich gelohnt. Die Zuhörer erlebten eine Stunde quer durch die Vielfalt der Musik - was gleichermaßen einen Hörgenuss wie auch Entspannung vom Alltag bot.
Festliche Werke wie die "Canzona" des italienischen Komponisten Biagio Marini, den feurigen "Tango für Zwei", das sehr getragene und sakrale Stück "Inveni David" von Anton Bruckner wechselten mit unterhaltsamen Kompositionen wie dem französischen Trinklied "Meine Freunde am runden Tisch", "Mein kleiner grüner Kaktus" sowie "Der rosarote Panther".
Nach jedem Beitrag ernteten die sympathischen jungen Instrumentalisten herzlichen Applaus. Nach dem Konzert wurde der Umtrunk im Pfarrhaus gut angenommen. Der Eintritt zur "Stunde mit Posaunen" war frei. Der Erlös aus dem Umtrunk wie auch das Geld aus den bereit gestellten Spendenkörbchen in der Kirche fließt an die Hochwasser-Opfer in Pakistan. "Es wäre toll, wenn viel mehr solche Konzerte mit jungen heimischen Musikern in den Ferien stattfinden würden. Das ist doch ein richtiger Genuss", schwärmte ein Zuhörer stellvertretend für eine ganze Gruppe. Womit er sicher auch dem Rest aus dem Herzen sprach.
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Autor: RENATE EMMENLAUER | 03.09.2010
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Vier Jungmusiker spielten in der Weilersteußlinger Pfarrkirche auf. Mit Erfolg. Foto: Emmenlauer
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