Heiße Sporttage in Blaustein

Blaustein.  Mehr als 1500 Teilnehmer sorgten bei den Blausteinen Sport- und Kulturtagen für ein buntes, erfolgreiches Programm. Die Hitze machte manche Sportveranstaltung im Blautal zur Herausforderung.

Eine gut besucht Veranstaltung waren sie auch in diesem Jahr: Mehr als 1000 Teilnehmer hatten sich allein zum 100-Kilometerlauf anlässlich der dritten Blausteiner Sport- und Kulturtage angemeldet, die am vergangenen Wochenende stattfanden. Am Massenstart am Freitagabend um 23 Uhr im Robert-Epple-Stadion traten 450 Läufer zur zweiten Ulmer Laufnacht an. Die übrigen Teilnehmer warteten an den einzelnen Etappen, um die Stafette zu übernehmen, oder begleiteten Läufer mit dem Fahrrad. Der Startschuss fiel pünktlich, nachdem ein Ballonglühen und ein Brillantfeuerwerk Zuschauer und Teilnehmer eingestimmt hatte. Zunächst drehten die Läufer eine Runde über die Laufbahn des Stadions. Unter dem Applaus der Zuschauer und vorbei an farbig sprühenden Feuerwerken joggten sie hinaus in die Nacht.

Zum zweiten Mal hatten die Macher des "Einstein Marathons" die "Ulmer Laufnacht" im Rahmen der Blausteiner Sporttage auf die Beine gestellt. "Der Lauf war in diesem Jahr wegen der hohen Temperaturen härter als beim letzten Mal", sagte Organisator Markus Ebner nach der Veranstaltung. Die Strecke über Erbach, Oberkirchberg, Elchingen und Jungingen war die gleiche wie im Vorjahr.

Die Läufer waren als normale Verkehrsteilnehmer auf einer nicht abgesperrten Strecke unterwegs. Posten an Verkehrsknotenpunkten sorgten dafür, dass die Teilnehmer sicher über die Straße kamen. Mehr Läufer als erwartet mussten bereits nach 50 Kilometern aufgeben. Bei einigen ließen die Kräfte wegen der hohen Nachttemperaturen nach. Wer die Strecke jedoch bis zur Hälfte schaffte, kam in die 50-Kilometer-Wertung. Hierfür gab es ebenfalls einen Pokal. Einige Läufer waren jedoch von Anfang an mit der Vorgabe gestartet, diese marathonähnliche Distanz zurückzulegen. Schnellster Läufer über 50 Kilometer war mit drei Stunden und 37 Minuten Florian Böhme von der Deutschen Ultramarathon Vereinigung (DUV).

Nicht wenige Läufer holten nach dem überstandenen Wettbewerb den verpassten Schlaf auf den Rasenflächen der umliegenden Parkplätze nach. Einer der Läufer kam zum Beispiel um 17.28 Uhr über die Ziellinie: Eckhard Maier war 18 Stunden und 21 Minuten unterwegs gewesen, um die Strecke zurückzulegen. Unter den Einzelläufern belegte er damit den 133.Platz.

Für die Hochschule Ulm waren Tatjana Thumm, Martin Schädle, Fabian Sauter und Martin Hessling gestartet. In Erbach setzte Schädle den Staffellauf von Tatjana Thumm fort - allerdings nicht nahtlos. Die Medizintechnik-Studentin hatte die 20 Kilometer in eineinhalb Stunden zurückgelegt. Ihr Teamkollege hatte sie erst später erwartet. Den zweiten Wechsel schaffte das Team um 2.30 Uhr. Student Sauter übernahm und traf an der Wechselstelle bei der Wilhelmsburg auf den Professor im Team, Martin Hessling. Der lief die letzten 20 Kilometer in einer Stunde und 44 Minuten. Die Teamlaufzeit betrug sieben Stunden und 18 Minuten. Platz fünf bei der Gesamtwertung der Staffeln belegte das Team trotz des Malheurs bei der ersten Übergabe - und damit den ersten Platz unter den gemischten Staffeln.

Noch bevor der Lauf am Freitag losgegangen war, hatten im Epple-Stadion Neuntklässler beim Neuner-Cup gegeneinander gekickt. Bei der Schulolympiade waren zudem Schüler der 5. und 6. Klassen gegeneinander angetreten. Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildete das Prominenten-Fußballturnier am Sonntagnachmittag auf dem Arnegger Sportplatz. Mit 4:1 unterlag eine Auswahl der Bürgermeister aus dem Alb-Donau-Kreis. Darunter der Blausteiner Bürgermeister Thomas Kayser und Rainer Braig aus Dornstadt, Hermann Krieger aus Westerstetten oder Jochen Ogger aus Lonsee.

Verstärkt wurde das Politiker-Team von Oberbürgermeister Gerrit Elser aus Giengen (Kreis Heidenheim). Auf Seiten der ehemaligen Spieler des SSV 1846 Ulm waren Viktor Lopes, Jochen Schmidt oder Berti Günter sowie ehemalige SSV-Vorstand Mario Meuler angetreten. Die Auswahlen spielten auf einem regulären Spielfeld zwei Mal 45 Minuten lang. Bis zur Halbzeit hatte es 0:0 gestanden.

"Zum Schluss haben aber die größere Erfahrung und die bessere Fitness der Fußballer über die Möglichkeiten der Verwaltungsbeamten gesiegt", sagte Kayser zum Spielergebnis. Mit dem Verlauf des Wochenendes sei er insgesamt dennoch sehr zufrieden. Das Sport- und Kulturwochenende habe Blaustein die Möglichkeit gehabt, sich als guter Gastgeber zu präsentieren.

Info Alle Läufer und ihre Ergebnisse unter www.ulmer-laufnacht.de


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Autor: PATRICK FAUSS | 05.07.2010

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