Grüne: AKW in Gundremmingen vor Betriebsstopp

Der nächste Brennelementewechsel oder ein unvorhergesehenes Ereignis - und dem Atomkraftwerk Gundremmingen (AKW) droht ein Betriebsstopp. Das teilte am Montag Christine Kamm, Landtagsabgeordnete der bayerischen Grünen, mit.

Grund seien ausgelastete Nasslager im AKW, das ergab eine Anfrage der Grünen im bayerischen Landtag. Demzufolge lagern in den Brennelemente-Lagerbecken so viele strahlende Brennelemente, dass in Block B nur noch 198 freie Lagerplätze vorhanden seien. Im Nasslager des Blocks C gebe es noch 237 freie Positionen.

Die Betreiber gingen verantwortungslos mit Atommüll um: Vor Ort werde über die Hälfte des angefallenen Atommülls in Nasslagern aufbewahrt. Die Staatsregierung räumte ein, dass dies teilweise seit 1986 der Fall ist. Laut Kamm ist nur eine fünfjährige Aufbewahrung der Brennelemente im Nasslager vorgesehen. Danach sollten die Elemente im Zwischenlager abgestellt werden.

Dorthin lagerten die Betreiber aber nur so viel uralten Atommüll aus, dass die beiden Reaktoren weiterlaufen, sagt Kamm. Das Abschalten des AKW sei deshalb aus Sicherheitsgründen notwendig und wegen der Kraftwerksüberkapazitäten auch möglich. Der Kraftwerksbetreiber, die Gundremmingen GmbH, war am Montag für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Diese gehört zu 75 Prozent der RWE Power AG und zu 25 Prozent der Eon Kernkraft.

3 Kommentare

02.12.2014 11:05 Uhr

Bildungsstand der Verantwortlichen der Südwestpresse

Wenn ich so einen Artikel lese wird es mir "Angst und Bang" mit welcher absoluten Wissenslosigkeit und fehlenden Allgemeinbildung solcher Müll - der von den Grünen verbreitet wird - auch noch in der Presse erscheint. arme Leser ............

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02.12.2014 17:13 Uhr

Antwort auf „Bildungsstand der Verantwortlichen der Südwestpresse”

Ich kann dem nur zustimmen: hier hat die Südwest-Presse Morgenluft gewittert und einen möglichst reißerischen Artikel geschrieben. Bei anderen Nachrichtenportalen kann man zu dieser Meldung z.B. lesen:

>> Das Umweltministerium in München wies darauf hin, dass fünf Jahre die vorgegebene Mindestzeit im Becken sei. "Eine Obergrenze gibt es aus sicherheitstechnischer Sicht nicht", sagte ein Sprecher. Die Lagerung der Brennelemente in Gundremmingen sei "sicherheitstechnisch geprüft und erfüllt alle rechtlichen Anforderungen".

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02.12.2014 17:15 Uhr

Ergänzung/Fortsetzung

[Leider wurde der zweite Teil meines Kommentars nicht übertragen, deshalb hier nochmals als Ergänzung]

Daß Frau Kamm eine "vorgegebene MINDESTZEIT" in eine "nur fünfjährige Aufbewahrung ... vorgesehen" umwandelt, das verschweigt der Artikel sehr gerne: hauptsache man kann den nächsten Wutbürger provozieren. Aber gerade das Hinterfragen solcher Aussagen und das recherchieren an mehreren Fronten unterscheidet den Qualitätsjournalismus von einem Revolverblatt.

Leider verkommt dadurch die Südwest-Presse immer mehr zu einer kleinen, lokalen Bild-Zeitung. Schade...

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