Führungen durch die Gärten des Klosters

Die Nonnen des Klosters Brandenburg haben zu einem Tag der Begegnung eingeladen. Das vielfältige Angebot wurde sehr gut angenommen, vor allem die Führungen durch die Klostergärten waren gefragt.

KURT HÖGERLE |

"Hieran müssen Sie mal riechen. Das ist ein Ananas-Salbei." Schwester Clara ist in ihrem Element. Flink eilt die Nonne der Immaculata-Schwestern zwischen Beeten und Töpfen hin und her. "Und das hier. Riechen Sie dieses wunderbare Zitronenaroma?" Schwester Clara hat an diesem "Tag der Begegnung" alle Hände voll zu tun, denn ihre Töpfe mit Gewürzpflanzen sind mindestens so gefragt wie ihr fast unerschöpfliches Fachwissen dazu.

"Wir veranstalten diesen Tag der Begegnung ganz bewusst. Wir möchten die Menschen aus dem Ort und der Region einladen, einmal einen Fuß in ein Kloster zu setzen", sagte Hannelore Stroppel, die im Kloster Brandenburg für die Exerzitien- und Tagungshausleitung zuständig ist. "Besonders die Menschen, die an anderen Tagen Hemmungen haben, mit den Schwestern eines Klosters in Kontakt zu treten."

Um diese Schwelle möglichst niedrig zu halten, stellt das Kloster Brandenburg alljährlich einen Tag der Begegnung auf die Beine. Bisher hätten sie einen Samstag im Juli dafür vorgesehen, ergänzte Schwester Ancilla, die stellvertretende Leiterin. "Aber der Versuch, diesen Tag an einem Sonntag im Juni zu begehen und mit einem Gottesdienst zu beginnen, hat sich als sehr geglückt herausgestellt." Denn gleich nach dem Gottesdienst spielte der Musikverein Regglisweiler zum Frühschoppen auf und lud die Kirchgänger und die Dazustoßenden zum Bleiben ein. Gleichzeitig begannen etliche Führungen durch das Haus.

Auf den verschiedenen Ebenen des Klosters gab am "Tag der Begegnung" einen Flohmarkt, ein Spielzimmer für Kinder mit Kicker und vielen anderen Spielgeräten; sogar eine kleine Schmuckboutique hatten die Schwestern aufgebaut.

Besonders gefragt war eine Führung von Schwester Clara durch die Gärten des Hauses. Die beiden kleinen Themengärten "Alpen" und "Bibel" bildeten nur einen Teil dieser ganz speziellen Klosterführung. Der in seiner Schlichtheit beeindruckende Bibelgarten mit Feigenbäumchen, Weizen, Lilien, Rosen und vielen anderen, in der Bibel erwähnten Pflanzen ist dabei ein ganz besonderes Kleinod. Auf Wunsch gab einen kleinen Zettel mit den entsprechenden Bibelstellen, an denen diese Pflanzen Erwähnung finden.

Viel Freude bereiteten auch die Kinder und Betreuerinnen des Kindergartens mit ihren aufgeweckten Sommerliedern und Feuerwehrtänzen. Die Eltern und Besucher waren hingerissen von den Darbietungen der Nachwuchskünstler, die dafür mit einem Eis belohnt wurden. Das Kloster Brandenburg verfügt über eine gute Küche, die einen sehr guten Ruf hat. Entsprechend stark war der Zulauf zum Mittagessen. Aber auch zu Kaffee und Kuchen blieben viele Besucher.

Hannelore Stroppel war am Ende auch zufrieden: "Wir wollen ein Kloster zum Anfassen sein. Die vielen Menschen, die heute den Weg über unsere Schwelle gefunden haben, ermutigen uns, diesen Weg der Offenheit weiterzugehen."

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