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Exklusive Lagerhalle - Langenauer Logistikzentrum beliefert nur Bosch-Rexroth

Für acht Millionen Euro hat die saarländische ISL-Gruppe innerhalb weniger Monate in Langenau ein Logistikzentrum gebaut. Ausschließlich das Bosch-Rexroth-Werk in Elchingen wird von dort aus beliefert.

Autor: THOMAS STEIBADLER |
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Ein außergewöhnliches Projekt für die beteiligten Unternehmen und die Stadt Langenau ist im Gewerbegebiet an der Autobahn verwirklicht worden. Darin waren sich gestern bei der offiziellen Eröffnung des ISL-Logistikzentrums an der Carl-Zeiss-Straße die Firmen-Repräsentanten und Bürgermeister Wolfgang Mangold einig. Lediglich 237 Tage habe es gedauert, die mehr als 10 000 Quadratmeter große Logistikhalle zu errichten, sagte Jürgen Dincher, Geschäftsführer der in Saarwellingen ansässigen ISL-Gruppe. Besonders hob er die "Schnelligkeit und Flexibilität" der mit dem Projekt befassten Behörden hervor.

Ein Lob, das Bürgermeister Mangold gerne zurückgab. Das Logistikzentrum, in dem laut ISL bis zu 100 Arbeitsplätze entstehen sollen, sei ein "ganz großer Gewinn" für Langenau. Die Ansiedelung zeige, dass die Stadt 20 Jahre nach der Ausweisung des Gewerbegebiets an der Autobahn zu einem "Premium-Standort für Logistik" geworden sei.

Die Acht-Millionen-Euro-Investition stelle für sein Unternehmen ein wichtiges Referenzprojekt dar, sagt Klaus Schwarz, geschäftsführender ISL-Gesellschafter. Ähnliche Logistikzentren seien in Saarwellingen und in Zweibrücken entstanden, die Kunden dort: der Automobilhersteller Ford sowie der Baumaschinen- und Industriekranproduzent Terex-Demag. Langenau solle zum größten Einzelstandort der ISL-Gruppe ausgebaut werden und dem Logistiker ermöglichen, "in der Bosch-Welt Fuß zu fassen".

Die einzige Aufgabe des Lagers in Langenau besteht darin, das Bosch-Rexroth-Werk in Elchingen mit Nachschub zu versorgen. Bis zu 17 000 Teile, die zur Fertigung der hydraulischen Pumpen und Motoren benötigt werden, müssen genau dann in den Werkhallen sein, wenn sie benötigt werden. "Just in sequence" lautet der Fachbegriff, den Anita Pieper, Logistik-Abteilungsleiterin des Elchinger Werks verwendete: Dadurch würden Zeit und Platz auf dem Werksgelände gespart - ob auch Personal, dazu wollte sie sich nicht äußern.

Die Aufgabe für die ISL-Mitarbeiter in Langenau skizzierte Geschäftsführer Dincher so: in 15 bis 18 Schichten pro Woche "produktionssynchron" nach Elchingen zu liefern. Zu diesem Zweck müssten die Logistikprozesse "auf den Bedarf der Produktion abgestimmt" sein. Was Bosch-Rexroth vom neuen Geschäftspartner erwartet, machte Anita Pieper deutlich: "Die Logistik muss reibungslos funktionieren." Wie die Zusammenarbeit zwischen dem Mittelständler ISL und dem Konzern Bosch-Rexroth klappt, wird sich vom 14. Mai an zeigen. Dann pendeln die ersten Liefer-Lkw zwischen dem Lager in Langenau und dem Werk in Elchingen.

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