Energiewende im Fokus
Eindrucksvoll haben sich die Dietenheimer Betriebe bei der zweiten Leistungsschau rund um die Stadthalle präsentiert. Im Mittelpunkt der Ausstellung, an der 30 Firmen teilnahmen, stand die Energiewende.
Autor: JOHANNES BRAUN |"Nach vier Jahren war es jetzt wieder an der Zeit, auf die Leistungsfähigkeit der Dietenheimer Betriebe und Unternehmen aufmerksam zu machen", sagte Kreishandwerksmeister Max Semler aus Dietenheim, der als Ehrenvorsitzender des Handwerker- und Gewerbevereins (HGV) die offizielle Eröffnung der zweiten Leistungsschau rund um die Stadthalle übernahm. Semler dankte den ehrenamtlichen Organisatoren des HGV mit den Vorsitzenden Karin Weiß, Georg Nothelfer und Barbara Dursch ebenso wie der Stadtverwaltung mit dem städtischen Bauhof für die permanente Unterstützung sowie den Schulen für die Bereitstellung der Schulmensa.
Kurz ging Max Semler auf die Eurokrise ein, die neben vieler schlechter Nachrichten auch Chancen für das Handwerk und den Handel geboten hätte. Denn die Unsicherheit der Menschen über die Stabilität der Währung und die derzeit extrem niedrigen Zinsen hätten dazu geführt, dass wieder verstärkt in Sachwerte investiert werde. "Investitionen ins eigene Heim oder auch in energetische Ertüchtigungsmaßnahmen von Immobilien haben unverändert hohe Konjunktur", sagte der Kreishandwerksmeister und folgerte daraus: "Das stärkt den Binnenmarkt und stützt die Konjunktur, im Besonderen das mittelständische Handwerk und den Handel."
Damit war Semler bei der Energiewende, die sich wie ein roter Faden durch die zweitägige Leistungsschau zog: "Als erstes Ziel müssen wir Energie einsparen, denn eingesparte Energie muss schon nicht beschafft und teuer gekauft werden." Das erreiche man am besten mit Wärmedämm-Maßnahmen an der Gebäudehülle. Die richtige Beratung mit entsprechenden individuellen Lösungen biete insbesondere das regionale Fachhandwerk. "Die Energiewende ist ohne das Handwerk nicht zu schaffen."
Aber auch Dienstleistungsunternehmen profitierten von den Folgen der Energiewende - beispielsweise bei Planungen für Häuser oder bei der Finanzierung. "Unsere Leistungsschau ist dafür die richtige Plattform", sagte Max Semler, dessen eigener Betrieb sich am Wochenende mit zwei Schautagen und verschiedenen Vorführungen beteiligte.
Gerne habe die Stadtverwaltung den HGV bei den Vorbereitungen zur Leistungsschau unterstützte, sagte der Dietenheimer Bürgermeister Sigisbert Straub, denn die zweitägige Ausstellung biete den Gewerbetreibenden aus Handel, Handwerk und dem Dienstleistungsbereich eine willkommene Gelegenheit, die Vielfalt und die Qualität ihrer Produkte einem interessierten Publikum vorzustellen. Der Schlüssel zur besseren und schnelleren Überwindung der Finanz- und Wirtschaftskrise habe seiner Ansicht nach an der regionalen Verankerung der Firmen und ihrer Kundennähe gelegen. "Das sind Erfolgsmerkmale erster Güte", sagte Straub und forderte die Besucher auf: "Begutachten Sie alle Angebote, stellen Sie Fragen, äußern Sie Wünsche - Sie sind gleich mit der richtigen Stelle verbunden."
Der direkte Kontakt, den eine Ausstellung herstelle, bewähre sich immer, um die Kundenorientierung zu stärken, Geschäftsbeziehungen zu pflegen und gegenseitiges Vertrauen aufzubauen. Auch in Zeiten des Internets bleibe die Kommunikation von Mensch zu Mensch entscheidend. Man wolle schließlich wissen, mit wem man es zu tun habe.
Gerd Scheffold, Geschäftsführer des Bundes der Selbstständigen Baden-Württemberg, ging in seiner Begrüßung ebenfalls auf die Energiewende ein. Da die Speicherung von Energie immer noch nicht ausgereift sei, sollten sich Verbraucher zunächst mit dem Thema Einsparmöglichkeiten von Energie beschäftigen. Dazu sei man auf einer Leistungsschau genau am richtigen Ort, denn das eigene Haus sei das zentrale Objekt, an dem man Energie sparen kann.
Zudem wies Scheffold auf die Frauenquote hin, die sich in mittelständischen Betrieben nicht stelle, denn dort sei immer eine Frau im Vorstand des Unternehmens. Und nicht zuletzt seien es eben gerade auch mittelständische Unternehmen, die Ausbildungs- und Arbeitsplätze bereit stellten. Wie Scheffold wiesen auch schon Semler und Straub auf die regionale Bedeutung dieser Unternehmen hin, die für Ausbildungs- und Arbeitsplätze in und um Dietenheim sorgten (weiterer Bericht folgt).





