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Die Stars und Sternchen von St. Tropez

"Ein Ranzenburger in St. Tropez". Unter diesem Motto feierte die Ranzenburger Narrenzunft ihren Hofball. Von Micki Krause bis hin zu Pink und dem Rapper Psy reichten die Persiflagen auf der Bühne.

DIETER GRÄTER |

Mit dem Hofball ist die die Ranzenburger Narrenzunft grandios in die neue Kampagne gestartet. Der Spielmannszug der Bürgerwehr sorgte mit seinem Einmarsch dafür, dass die "Narrhalla" gleich zu Beginn Kopf stand. Ihm folgte der gesamte Hofstaat samt Ranzenburger Hexen auf die Bühne. Dann war es Präsident Uwe Bimek der in den Saal hinein rief: "Ich grüß Euch mit Narro Ahoi hier im Saal, endlich sind wir zu Gast bei König Karneval".

Hofmarschallin Melanie Reuter forderte die Gäste auf, die Narrenzunft auf ihrer Reise nach St. Tropez zu begleiten. Der Ort an der Côte d"Azur unterscheide sich kaum vom Städtchen Ranzenburg: Mit 4500 Einwohnern und 1100 Hektar Fläche könne man sich mit dem Lifestile-Städtchen auch angesichts der Dichte der Promi-Szene durchaus messen. Was St. Tropez auf keinen Fall hat: adeligen Regenten: Mona I. und Hary I. samt Kinderprinzenpaar Mandy II. Und Julian III., die von Hofnarren begleitet wurden. Um noch mehr in Stimmung zu kommen, griff der Spielmannszug noch einmal zu den Instrumenten. "Fliege mit mir in den Himmel hinein", sangen die Gäste. Was wäre ein Hofball ohne Programm. Wieder einmal war Julia Schmid Programmverantwortliche. Da waren zunächst die Ranzenburger Hexen die ihren neuen Brauchtumstanz präsentierten, mit dem sie kurz davor unter der Leitung von Melanie Reschke und Eva Hornauer in Ulm den ersten Platz beim namhaften Wettbewerb der dortigen "Bettlhexa" gewonnen hatten. Es war eine Meisterleistung, was die Nehmer-Truppe angesichts ihrer eingeschränkten Sichtfelder, hinter den Masken und den wirbelnden Häsern an akrobatischen Hebefiguren darboten. Den verdienten Applaus auch die süßen 18 Mädchen der Kindergarde, die sich unter der Leitung ihrer Trainerinnen Katrin Kutscher und Daniela Stippich mit einem Marschtanz-Hitmedley in die Herzen der Ballbesucher tanzten. Moderiert von Jürgen Schenk, der im Kostüm des Original Ranzenburgers auf der Bühne erschien, sollte viel "Prominenz" im Mittelpunkt stehen. So trällerte zunächst Renate Sonntag als Carmen Geiss ihr "Jet Set"- Lied trällerte, derweil ihr Ehemann Robert (Marco Goncalves) die Shopping-Tüten über die Bühne schleppte. "Nur noch Schuhe an" sang Mickie Krause, alias Marco Kluge, während die jungen Elferräte Florian Schmid, Uwe Maucher, Sebastian Graf, Fabian Sambati, Marco Kluge und Martin Thalhofer zu "Tchè Tcherere" von Gusttavo Lima, die Frauenwelt in Entzücken versetzten.

Sarah Sonntag begeisterte mit einem Musikmedley von Pink "Get the Party startet". Noch einen drauf setzte auch in diesem Jahr Rudi Brechenmacher. Er war, mit schwarzer Perücke und Sonnenbrille in die Rolle des südkoreanischen Rappers Psy geschlüpft und sang dessen K-Pop-Song "Gangnam Style" so täuschend echt, dass die Narrhalla grölte.

In bester Partylaune erschien immer wieder der Comedy-Altmeister Louis de Funès. In der Uniform des französischen Polizisten sorgte Dietenheims Kämmerer Herbert Albrecht für wahre Lachsalven im Saal. Tänzerisch umrahmt wurde der Programmteil von Auftritten der Jugendgarde mit dem "Bezaubernde-Jeannie-Tanz", den Melanie Unger und Sonja Höb einstudiert hatten, sowie der Showtanzgruppe von Linda Russ und Anja Hubl.

Höhepunkt der Tanzauftritte war der Gardetanz der Prinzengarde, der unter der Leitung der beiden Trainerinnen ebenfalls perfekt dargeboten wurde. Zu den Klängen der Kapelle "Combo Six" verwandelte sich die Narrhalla ab 23 Uhr in eine bunte Partymeile.

Ausgelassen und fröhlich wurde im Saal und den beiden Bars bis weit in die Nacht hinein der Fasnetsbeginn gefeiert.

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