Die Innenstadt belebt
Weißenhorn. Mit einem Mix aus Country-Konzert und Line-Dance-Abend endete die Veranstaltungsreihe "Kultur in der Schranne" für dieses Jahr. Wegen des Erfolgs planen die Macher weitere Kultur-Termine.
Die Veranstaltungsreihe "Kultur in der Schranne" 2010 ist zu Ende. Mit einer Mischung aus Tanzabend und Country-Konzert endete sie am Samstagabend. Die Gruppe "Western Trail" bot etwa 150 Besuchern mit ihrem Programm "Keep it Country" eine bunte Mischung aus Klassikern, Country und aktuellen Songs. Auch westernaffine Hitparadentitel wie Amy McDonalds "Where your"re gonna sleep tonight" versahen Charlotte Kindermann (Gesang), Albert Müller (Gitarre) und Rudolf Durner (Keyboard) kurzerhand mit einem musikalischen Countrygewand und reihten sie ins Konzept des Abends ein.
Bei diesem durften Johnny-Cash-Klassiker wie "Jackson" oder "Big River" nicht fehlen. Vor der Bühne lud eine Freifläche Tanzwillige ein, sich bei Songs wie Eric Claptons "Lay down Sally" oder Bobby Bares "Tequila Shelia" am Geschehen zu beteiligen. Eine Möglichkeit, die insbesondere mit Westernoutfit ausstaffierte Besucher rege nutzen.
Die Tanzgruppe "Dancing Sparrows" aus Oberelchingen gab sogar einen kurzen Einführungskurs in den immer populärer werdenden "Line Dance". Dieser amerikanische Cowboy-Tanz wurde im 18. Jahrhundert in den USA entwickelt. Aus Mangel an Frauen tanzten die Männer damals einzeln vor- und nebeneinander her. "Spitze, Hacke, aufstampfen" lautete eine der Grundanweisungen, mit der die vortanzenden Sparrows experimentierfreudigen Besuchern einige Westernschritte beibrachten.
Was sich zunächst simpel anhörte, stellte sich in der Praxis dann als doch nicht ganz so einfach heraus. Die Profis zeigten, wie es nach ein wenig Übung funktionieren kann: Die Daumen cool am Hosenbund eingehakt und dann zum Country-Sound die Cowboystiefel über Holzbohlen schleifen, stampfen und klappern lassen.
Profimäßig hatten auch zehn Kunst- und Kulturinteressierte, darunter der Attenhofer Künstler Norbert Riggenmann und der Weißenhorner Stadtrat Thomas Schulz, ihre erste Veranstaltungsreihe in der Schranne über die Bühne gebracht. Unter dem Namen "Initiative Kunst in der Schranne" hatten sie sechs Veranstaltungen mit Musikkabarett, Blues, Theater und eben Country in die ebenso altehrwürdige wie renovierungsbedürftige Schranne in der Weißenhorner Hauptstraße geholt. Riggenmann und Schulz zeigten sich einig, auch im kommenden Jahr mit einem neuen Programm an den Start gehen zu wollen.
"Wir sind mit den Besucherzahlen sehr zufrieden", zog Norbert Riggenmann ein Resümee. Zusammen mit Werbeeinnahmen durch Sponsoren komme die Initiative finanziell gesehen "eben" aus der Aktion heraus. Wider Erwarten habe sich das Erdgeschoss des denkmalgeschützten Gebäudes dank einer Warmluftheizung, wie sie für Zelte eingesetzt wird, auch an kühlen Abenden auf angenehme Temperaturen bringen lassen.
Mit bunten Lichtspots hatten außerdem die im Attenhofer Theaterspielkreis engagierten Mitglieder die Räume zwischen den mehr als 600 Jahre alten Fachwerkbalken zusätzlich aufgepeppt. "Toll, dass es so gut angenommen worden ist", findet Stadtrat Thomas Schulz. Musik- und Kulturveranstaltungen seien unabdingbarer Teil einer belebten und attraktiven Innenstadt.
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Autor: PATRICK FAUSS | 16.08.2010
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Die Band "Western Trail" legte zum Abschluss der Schranne-Konzertreihe richtig los und lockte viele Zuhörer zum Mittanzen vor die Bühne. Auch 2011 soll es wieder Konzerte in der alten Weißenhorner Schranne geben. Foto: Patrick Fauß
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