Die Hauptschulen im Umbruch
Alb-Donau-Kreis. Aus der Hauptschule wird 2010/11 die Werkrealschule - der Prozess ist immer noch in der Entwicklung, deshalb erfolgt der Abschluss unserer Schul-Serie "Wechselfieber" erst jetzt.
Nicht alle Haupt- und Werkrealschulen im Alb-Donau-Kreis haben auf unsere Anfrage geantwortet. Einige Schulleiter sahen sich einfach noch nicht in der Lage konkret darüber Auskunft zu geben, was im kommenden Schuljahr auf Schüler, Lehrer und Eltern zukommt. Deshalb ist die Übersicht nicht so umfassend, wie bei den Hauptschulen im Landkreis Neu-Ulm sowie den Realschulen und Gymnasien.
Nur ein Beispiel: Erst vor kurzem haben Dietenheim und Illerrieden den Vertrag für eine gemeinsame Werkrealschule unterzeichnet. Bürgermeister, Lehrer, Eltern, Schulkonferenz, alle haben sich am Entstehungsprozess beteiligt. Herausgekommen ist eine Lösung, mit der alle leben können, die aber erst im Schuljahr 2011/12 spürbar wird. Deshalb sind Illerrieden und Dietenheim mit dem alten Status aufgeführt, auch wenn man sich über die Werkrealschule Illertal einig ist.
Wie vielfältig die Landschaft der Hauptschulen ist, zeigt ein Blick auf die Angebote, die auf diesem Raum gar nicht alle untergebracht werden konnten. Auffallend ist, dass vor allem in kleineren Städten und Gemeinden großer Wert auf die Zusammenarbeit mit Vereinen und Betrieben gelegt wird. Viele Schulen pflegen zudem Kooperationen mit Betrieben, um die Jugendlichen ganz gezielt und praxisnah auf den Einstieg in den Beruf vorzubereiten.
Zu erkennen ist zudem, dass im musisch-künstlerischem Bereich ebenso wie auf sportlichem Feld Entfaltungsmöglichkeiten bestehen, eingebunden auch in das zunehmende Angebot an Ganztagesschulen - sei es nun in offener Form, das heißt mit verstärktem Nachmittagsunterricht und AG-Angeboten oder als gebundene Ganztagesschule.
Wir haben auch gefragt, was denn aus den Absolventen geworden ist, wobei sich schnell erschließt, dass der schulische Weg für viele Jugendliche, die einen erfolgreichen Hauptschulabschluss in der Tasche haben, weiter geht - entweder über die Werkrealschulen oder mit einem Wechsel an eine Berufsfachschule.
Einig sind sich wohl alle Lehrer und Schulleiter in einem: Es darf nicht beim neuen Namen bleiben, sondern die "Werkrealschule neuen Typs" muss auch inhaltlich das halten, was sie verspricht: Eine Chance für die Jugendlichen bieten. uwe
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07.05.2010
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