Pumpkraftwerk: Gemeinderäte nehmen Stellung
Blaustein/Blaubeuren. Am 14. Februar äußern sich die Gemeinderäte in Blaustein und Blaubeuren zum Pumpspeicherkraftwerk. Stellungnahmen von Bürgern fließen mit ein.
Für das von den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm (SWU) und der Firma Eduard Merkle geplante Pumpspeicherkraftwerk läuft derzeit ein ergänzendes Raumordnungsverfahren, das sich auf den neuen Standort des Oberbeckens bezieht. Die Antragsunterlagen lagen, wie vorgeschrieben, einen Monat lang in den Rathäusern in Blaustein und Blaubeuren aus. Die Auslegungsfrist endete am 31. Januar, die Gutachten und Pläne sind auch jetzt noch dort zu sehen oder im Internet unter www.psw-blautal.de. Noch bis kommenden Dienstag können Bürger bei den Gemeindeverwaltungen Stellungnahmen einreichen. Am Abend stehen dann bei den Gemeinderatssitzungen in Blaustein (Beginn: 19.30 Uhr, Rathaus) und Blaubeuren (18 Uhr, Rathaus) die kommunalen Stellungnahmen auf der Tagesordnung.
Während der Auslegungsfrist haben in Blaustein nur zwei oder drei Personen Einsicht genommen, berichtet Franz Schmutz von der Bauverwaltung. Schriftliche Stellungnahmen liegen dort bisher von der Jagdgenossenschaft und von zwei Bürgern vor. Einer weist auf den Schutz von historischen Grenzsteinen hin, einer bewertet das Pumpspeicherkraftwerk kritisch im Blick auf die Wirtschaftlichkeit. In Blaubeuren gingen keine schriftlichen Äußerungen ein.
Wie berichtet, war das ergänzende Verfahren notwendig geworden, nachdem sich SWU und Merkle vom umstrittenen Standort "Birkhau" nahe der Blausteiner Orte Markbronn und Dietingen verabschiedet hatten und das weiter westlich an der Markungsgrenze zu Blaubeuren liegende Gebiet "Schulzhau" favorisierten. Das Unterbecken im Merkle-Steinbruch im Blautal bei Gerhausen ist nicht Gegenstand des aktuellen Verfahrens, es wurde bereits vom Regierungspräsidium bewertet. Ins Detail gehen wird es beim Planfeststellungsverfahren, das - bei einem positiven Ergebnis - auf das Raumordnungsverfahren folgt. Das Kraftwerk soll Energie speichern und Schwankungen im Stromnetz ausgleichen.
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Autor: JOACHIM STRIEBEL | 09.02.2012
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