Bald schneller ins Internet Funk-Technologie für Alb-Donau-Kreis

Region.  Teile des Alb-Donau-Kreis werden mit der leistungsstarken LTE-Mobilfunktechnologie versorgt: Schnelleres Internet gibt es dadurch von Dezember an.

Start frei für das schnelle Internet auch auf dem Land, meldet das Unternehmen Vodafone: Im Rahmen eines Pilotprojekts will der Konzern von Blaubeuren und Hüttisheim aus deren Nachbargemeinden im südwestlichen Alb-Donau-Kreis mit der neuen, leistungsstarken LTE-Mobilfunktechnologie versorgen. Ab Dezember dieses Jahres sollen dort mehrere tausend Haushalte in Windeseile durchs World Wide Web surfen können.

Nach eigenen Angaben hat Vodafone Deutschland bei der Frequenzauktion der Bundesnetzagentur Ende Mai in großem Umfang neue Funkfrequenzen ersteigert, um das schnelle Internet zu realisieren. Das Unternehmen gibt an, insgesamt 1,43 Milliarden Euro in die Ersteigerung investiert zu haben. Vom flächendeckenden, lückenlosen Internet profitieren vor allem die Menschen im bislang unterversorgten ländlichen Raum, teilt Karl-Heinz Korb mit, der Vodafone Regionalleiter Südwest. "Ziel ist es, Land und Stadt in gleicher Qualität zu versorgen." Das sei ein wichtiger Faktor für die Lebensqualität der Menschen vor Ort. Der heimischen Wirtschaft biete das Turbo-Internet zudem die Möglichkeit, Arbeitsprozesse zu optimieren und neue Geschäftsfelder zu erschließen.

Ende September werde in Blaubeuren und Hüttisheim mit dem Ausbau des neuen Mobilfunknetzes begonnen. Vom Standort Blaubeuren aus würden später auch Heroldstatt, Blaustein, Laichingen, Dornstadt, Berghülen und Merklingen mit LTE versorgt, und von Hüttisheim aus Schemmerhofen, Laupheim, Achstetten, Illerrieden, Schnürpflingen, Staig, Ehingen (Donau) und Griesingen. Nach der Erschließung von zunächst mehreren hundert Standorten will Vodafone dann bis Ende März des kommenden Jahres bundesweit insgesamt 1500 Standorte mit der neuen Breitbandtechnologie ausstatten.

Die Long Term Evolution-Technik (LTE) ermögliche je nach Standort Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde. Das sei ein Vielfaches der bislang über Funk erreichten Leistung. "Fürs Kaffeeholen während des Aufbaus einer Internetseite bleibt nun keine Zeit mehr", sagt Korb.

Ohne großen Aufwand würden die Vodafone-Techniker in den kommenden Wochen die Sendeanlagen umrüsten. Für den Anschluss an das moderne Mobilfunknetz müssten lediglich einige Antennen ausgetauscht werden. "Die Veränderungen sind für den Laien kaum zu erkennen", erklärt Korb. Da die Breitbandverbindung drahtlos hergestellt werde, würden sich aufwändige, zeitintensive und teure Erdarbeiten zur Kabelverlegung erübrigen. Auch der komplizierte Zugang über das Kupferkabel bis zum Haus, die so genannte letzte Meile, entfalle.

"Das mobile Internet ist ebenso schnell, sicher und leistungsstark wie ein Festnetzanschluss", versichert Korb. Durch seinen geringen Energiebedarf arbeite es zudem äußerst umweltschonend. Nach Einschätzung von Vodafone werden die Geräte für den Empfang der neuen Funksignale bis Dezember im Handel verfügbar sein.

Info Vodafone Deutschland bietet auf der Webseite www.vodafone.de/turbo-internet Informationen zur LTE-Technik und zum regionalen LTE-Ausbau an.


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Autor: MARKUS FRÖSE | 03.09.2010

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