Bäume fallen wegen Trasse

Region.  An den Fernstraßen im Landkreis Neu-Ulm ist es stellenweise sehr kahl geworden. Über die Ausfahrt Vöhringen wird eine Stromtrasse gebaut, bei Neu-Ulm war eine Ausforstung längst fällig.

Auf ein völlig verändertes Landschaftsbild treffen Autofahrer rund um die Ausfahrt Vöhringen der Autobahn 7 im Landkreis Neu-Ulm. Seit Montag wurde dort kräftig abgeholzt und gerodet. Der Grund ist der Bau einer neuen Stromtrasse. Die quert, vom Umspannwerk Vöhringen kommend, die Autobahn und führt an ihr entlang weiter Richtung Illerberg und Witzighausen. Unter der Trasse darf aus Sicherheitsgründen kein Gehölz wachsen - auf einem 40 Meter breiten Streifen. "Die Bäume dort waren teils 15 Meter hoch und höher", sagte Richard Agerer, Pressesprecher der LEW. Blieben sie unter der Hochspannungsleitung, bestünde die Gefahr von Kurzschlüssen. Zusätzlich mussten zum Teil Schneisen geschlagen werden, um dorthin zu gelangen, wo die Masten hinkommen. Die Arbeiten werden noch bis zum nächsten Montag dauern.

Die Autobahnmeisterei habe während der Rodung an der Autobahn die Fahrbahnen abgesichert, teilte der Vöhringer Dienststellenleiter Thomas Lilge mit. Gleich mit gefällt wurden alte, marode Bäume an der Autobahn, um die sich die Autobahnmeisterei eh kümmern wollte. "Dort standen viele Weiden und Pappeln, die morsch waren und deshalb weg mussten", sagte Lilge.

Richtig licht wurde es auch am Anschluss der Bundesstraße 30 an den Autobahnzubringer bei Neu-Ulm. Wo vorher fast dschungelhaftes Gestrüpp wucherte, stehen nur noch einzelne Bäume entlang der erhöhten Fahrbahnen. Eine längst fällige Maßnahme, dort auszuschneiden, so der Dienststellenleiter. "Da wurde jahrzehntelang nichts mehr gemacht. Einige Bäume waren verkehrsgefährdend." Morsch hätten sie sich manche schon Richtung Fahrbahn geneigt. Immer wieder seien bei starkem Wind abgestorbene Äste auf die Straßen gefallen. Deshalb sei man so massiv rangegangen. Der Verkehrssicherheit diene auch, dass die Straßenführung nun besser zu erkennen ist. Jetzt sehe es zwar sehr kahl aus, gibt Lilge zu. Aber die Büsche würden ja schnell nachwachsen. In ein, zwei Jahren sehe es wieder anders aus. Man greife ja nicht jährlich so drastisch ein. "Da ist erst mal für eine Weile Ruhe." Es habe diesen Winter noch weitere Rückschnitte entlang der A 7 gegeben, aber nicht in dem Ausmaß. Etwa sei an einigen Stellen der Wildzaun freigemacht worden.

Entlang der Straßen im Alb-Donau-Kreis wurde dagegen das Gehölz eher weniger als üblich gepflegt. "Durch den starken Winter haben wir gar nicht so viel machen können", sagt Timmy Gerstlauer von der Straßenmeisterei Ulm. Der Räum- und Streudienst habe Vorrang gehabt. Wichtig sei für die Verkehrssicherheit jedoch, dass das Lichtraumprofil eingehalten werde. Der Bewuchs an den Straßen des Landkreises sei aber "in einem recht guten Zustand". Denn in regelmäßigem Wechsel werde etwa "ein Drittel auf Stock gesetzt, ein Drittel zurückgeschnitten und ein Drittel stehen gelassen". So massiv reinzugehen wie auf bayerischer Seite am B-30-Anschluss bei Neu-Ulm sei deshalb nicht notwendig.


zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

Sie können noch Zeichen als Text schreiben
Für registrierte Nutzer
Bitte anmelden, um Ihren Kommentar abzuschicken
Für noch nicht registrierte Nutzer
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.








Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:


Autor: WERNER GALLBRONNER | 12.03.2010

Google 1+

Türsteherpoltik in Crailsheim in der Kritik

Daheim Geburtstag zu feiern ist ganz schön, aber zum Schluss mit der ganzen Clique noch in die Diskothek zu gehen, hat auch was. Also machte das kürzlich auch die ältere Tochter des Crailsheimer Bürgermeisters Herbert Holl so.... mehr

Inferno in der Hechinger Altstadt

Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte am Montagabend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr

Inferno in der Hechinger Altstadt

Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte gestern Abend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr

Hechinger Brandruinen qualmen noch

Am Tag nach dem Großbrand in der Hechinger Altstadt qualmt es immer noch aus den Brandruinen. Feuerwehrleute sind auch 20 Stunden nach Ausbruch des Feuers noch mit Löscharbeiten beschäftigt.... mehr

Haussklave erhängt sich bei Sex-Spiel in Neu-Ulmer Bordell

Neu-Ulm Ein 36-jähriger Hausbediensteter hat sich am Montag im Neu-Ulmer Bordell „Lili M.“ bei einem Sex-Experiment offenbar zu Tode stranguliert.... mehr

Ein Raub der Flammen

So einen Brand wie gestern am frühen Abend haben die Hechinger mitten in der Altstadt schon seit vielen, vielen Jahren nicht mehr gesehen. Der Altbaukomplex an der Ecke Marktstraße/Schlossstraße wurde ein Raub der Flammen. Von vier Drehleitern aus schützten die Feuerwehren die Nachbargebäude.... mehr