Archäologen geben Einblicke
Asselfingen. Archäologen sind in der Hohlenstein-Höhle bei Asselfingen in bis dato unberührte steinzeitliche Bodenschichten vorgedrungen. Am Sonntag werden Grabungstechnik und Fundobjekte aus dem Lonetal vorgestellt.
Das Landesamt für Denkmalpflege hat die Ausgrabungen am Hohlenstein bei Asselfingen für den bundesweiten "Tag des offenen Denkmals" am kommenden Sonntag, 12. September, im Programm. Zwischen 13 und 17 Uhr sind im Stundentakt Führungen vorgesehen. Dabei sollen die Besucher interessante Einblicke erhalten in die moderne archäologische Grabungstechnik, die wegen der räumlichen Enge im betroffenen Höhlenbereich per Video gefilmt und auf Großleinwand projiziert werden soll. In Absprache mit Asselfingens Bürgermeister Armin Bollinger ist außerdem geplant, das Waschen des Grabguts nach Fundgegenständen an der Lone zu demonstrieren.
Prähistorische Funde aus dem Lonetal im Original oder in Kopie bringe der Leiter der urgeschichtlichen Abteilung des Ulmer Museums, Kurt Wehrberger, am Sonntag zum Hohlenstein mit. Auch für Essen und Trinken sei gesorgt.
Das vorgeschichtliche Kulturschaffen im Lonetal ist bedeutend. Es gibt Bemühungen, den Fundort des Löwenmenschen als UNESCO-Kulturerbe auszuweisen. Bis Ende September finden in der Hohlenstein-Höhle auf Asselfinger Gemarkung Grabungen des Landesdenkmalamtes statt. Unter der Regie des örtlichen Grabungsleiters Thomas Beutelspacher haben die Archäologen zwischenzeitlich bisher unberührte steinzeitliche Bodenschichten erreicht. Diese Schichten geben Aufschlüsse bis in die Zeit des Neandertales vor rund 50 000 Jahren.
Das Archäologenteam ist seit Juni vor Ort tätig. Und zwar im Bereich des inneren Rands von Robert Wetzels Grabungen des Jahres 1939. Nun verlängerte man dessen Schnitt um etwa eineinhalb Meter in südliche Richtung. Laut Beutelspacher sind bisher Feuersteingeräte des Steinzeitmenschen geborgen worden, auch Knochen des Höhlenbären, sowie Zähne oder Knochenreste von Nashorn, Hyäne, Fuchs, Höhlenlöwe und vom Mammut. Weiteres könne sich ergeben, wenn das Bodenmaterial gesiebt und gewaschen sei. Das tun die Archäologen zum Teil schon am Grabbach im Wiesenbühl des Dorfes. Die genaue wissenschaftliche Auswertung erfolge in Stuttgart.
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar
Autor: KURT FAHRNER | 09.09.2010
| Artikel twittern |
|
|
Die Archäologen in der Hohlenstein-Höhle dringen an der Grabungsstätte in immer tiefere Schichten vor. Foto: Kurt Fahrner
MEISTGELESENE ARTIKEL
Türsteherpoltik in Crailsheim in der Kritik
Daheim Geburtstag zu feiern ist ganz schön, aber zum Schluss mit der ganzen Clique noch in die Diskothek zu gehen, hat auch was. Also machte das kürzlich auch die ältere Tochter des Crailsheimer Bürgermeisters Herbert Holl so.... mehr
Inferno in der Hechinger Altstadt
Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte am Montagabend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr
Inferno in der Hechinger Altstadt
Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte gestern Abend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr
Hechinger Brandruinen qualmen noch
Am Tag nach dem Großbrand in der Hechinger Altstadt qualmt es immer noch aus den Brandruinen. Feuerwehrleute sind auch 20 Stunden nach Ausbruch des Feuers noch mit Löscharbeiten beschäftigt.... mehr
Haussklave erhängt sich bei Sex-Spiel in Neu-Ulmer Bordell
Neu-Ulm Ein 36-jähriger Hausbediensteter hat sich am Montag im Neu-Ulmer Bordell „Lili M.“ bei einem Sex-Experiment offenbar zu Tode stranguliert.... mehr

ZURÜCK
