Appell an Großaktionäre von Centrotherm

Der Centrotherm-Betriebsratsvorsitzende appelliert an die Investoren, die Beschäftigungssicherung nicht zu kündigen. Die Auftragslage sei gut.

REGINA FRANK |

"Jeder hat gehofft, dass so schnell wie möglich ein Investor kommt und es somit einen Neustart gibt", sagt der Betriebsratsvorsitzende des Photovoltaikspezialisten Centrotherm, Nicola Perniola. Nach einer langen Durststrecke erhoffe sich die Belegschaft nun insbesondere mehr Geld und Personal für die Entwicklung, zumal ein drittes Standbein neben den Geschäftsfeldern Photovoltaik und Halbleiter aufgebaut werden soll.

Mit Robert Hartung steigt wie berichtet jener Unternehmer wieder groß ein, der Centrotherm mitgründete - der allerdings auch die Insolvenz im Zuge der allgemeinen Photovoltaik-Krise mit zu verantworten hat. Ob es Vorbehalte gegen ihn gibt? "Von meiner Seite nicht", sagt Perniola, "vielleicht ist es sogar ein Vorteil für uns." Insofern, als Hartung im Aufsichtsrat als stellvertretender Vorsitzender mitverfolgen konnte, "wie positiv wir uns entwickelt haben".

Seit dem jüngsten Abbau von 80 Arbeitsplätzen, habe sich viel getan. "Das muss man schließlich kompensieren." Die Produktion wurde umstrukturiert, schnellere Abläufe und kürzere Wege brachten mehr Effizienz. "Die Belegschaft hat super mitgezogen." Gleichwohl herrscht Unsicherheit, ob die vor einem Jahr vereinbarte Beschäftigungssicherung (bis Ende 2017) weiter Bestand hat. Ein Passus in der Vereinbarung ermöglicht nämlich, dass in dem Moment, in dem ein Investor die Mehrheit der Anteile erwirbt, er die Beschäftigungssicherung kündigen kann, erklärt Perniola. In einem offenen Brief an Hartung und den namentlich nicht bekannten Investor an seiner Seite formuliert der Betriebsratsvorsitzende deshalb die Hoffnung, dass die neuen Großaktionäre keinen Gebrauch von ihrem Sonderkündigungsrecht machen. Er argumentiert mit einer guten Auslastung. "Wir können nicht klagen über wenig Arbeit, höchstens über viel Arbeit." Wichtig sind dem Arbeitnehmervertreter zwei weitere Punkte: dass Centrotherm eigenständig und die Marke in Gänze erhalten bleibt.

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