600 Helfer beim Flurputz

Vor allem Papier- und Plastikmüll, sowie Flaschen fanden die Helfer bei der diesjährigen Flurputzete rund um Dietenheim und Regglisweiler. Die Aktion soll auch das Umweltbewusstsein der Kinder stärken.

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  • Fast 140 Dettinger engagierten sich bei der Flurputzete in ihrem Ort. 1/2
    Fast 140 Dettinger engagierten sich bei der Flurputzete in ihrem Ort. Foto: 
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    Fast 20 Kubikmeter Müll wurden in Dietenheim und Regglisweiler eingesammelt. Foto: 
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Mit Eimern und Handschuhen im Gepäck machten sich etwa 500 Schüler und 100 freiwillige Helfer am Samstagmorgen bei schönem Wetter auf den Weg in die Umgebung Dietenheims. Auf Feldern, am Badesee und den Straßenrändern sammelten sie insgesamt rund 20 Kubikmeter Müll ein.

Im Vergleich zur letzten Flurputzete im Jahr 2014 hat sich also nicht viel getan. Vor zwei Jahren wurde die Landschaft ebenfalls von 20 Kubikmetern Abfall befreit. Am meisten sammelten die Schüler entlang der Straßen Richtung Regglisweiler und Wain. "Der Müll wird dort einfach aus dem Auto geworfen oder rutscht von Anhängern", erklärte Wolfgang Klausner. Er organisiert die Aktion seit rund 16 Jahren.

Klausner achtet darauf, dass die gesamte Gemarkung Dietenheim und Regglisweiler flächendeckend abgelaufen wird und sich die Routen der zwölf Bezirke nicht überschneiden. Auch an den Treffpunkten, vor der Dietenheimer Sporthalle und dem Regglisweiler Bürgerhaus ging es geordnet zu. Bürgermeister Christopher Eh eröffnetet die Großveranstaltung mit einer kurzen Ansage per Mikrophon. Er war außerdem Leiter einer Gruppe, die Klausner als kritisch bezeichnete. Der Schultes räumte mit den Schülern und freiwilligen Helfern den Müll an der Wainer Steige auf. Da das Saubermachen dort besonders gefährlich ist, fuhr zum Schutz der Gruppe ein Fahrzeug der Feuerwehr mit Blaulicht im Schritttempo nebenher.

Insgesamt gingen heuer dreizehn Gruppen mit Schülern der Grundschule und der Gemeinschaftsschule Dietenheim-Illerrieden an den Start. Sie wurden von jeweils zwei Leitern und mindestens einer Lehrkraft, darunter auch Rektor Holger Hellendrung, begleitet. Die Veranstaltung ist für Schüler Pflicht, die allerdings am "Rußigen Freitag" schulfrei hatten. In ihren Anfängen fand die Flurputzete ohne Mitwirken der Schüler statt. Damals stand und fiel die Aktion mit dem Engagement freiwilliger Bewohner und Vereinsmitgliedern. Auch in diesem Jahr hat Klausner einen Aufruf an die rund 70 ortsansässigen Vereine geschrieben. Davon ließen sich aber nur sechs motivieren mitzumachen. Stark vertreten waren die Holzkrähen aus Regglisweiler. Auch die Feuerwehr und viele Landwirte unterstützten die Aktion als Fahrer und sammelten die befüllten Müllsäcke auf. Klausner hofft durch die Flurputzete das Umweltbewusstsein der Buben und Mädchen zu schärfen. Zwar liegen jetzt 20 Kubikmeter weniger Müll in den Fluren, die werden in zwei Jahren aber wieder da sein. "Was zählt, ist der Erziehungseffekt bei den Kindern", betonte der Stadttechniker.

Auch in Illerrieden wurden die Fluren aufgeräumt. Bei der Aktion "saubere Landschaft", die vom Albverein Illerrieden in Zusammenarbeit mit der Gemeinde organisiert wird, kamen etwa sechs Kubikmeter Müll zusammen. 14 Kinder und 13 Erwachsene sammelten rund um Illerrieden, Wangen und Dorndorf den Abfall auf. Zwei große Stapel Altpapier wurden im Wald gefunden. In den übrigen Gebieten wurden Flaschen aufgesammelt.

Die zum zweiten Mal von der Gemeinde Dettingen ausgeschriebene Sammelaktion war ein voller Erfolg. Es beteiligten sich örtliche Vereine und Organisationen, auch über 20 Flüchtlinge waren gekommen um mitzuhelfen. Insgesamt waren es fast 140 engagierte Bürger, darunter viele Kinder.

Nach einer Einweisung durch die Organisatoren der Feuerwehr, welche die Aktion koordinierten, ging es mit Eimern und Müllsäcken los und es kamen fast 70 prall gefüllte Müllsäcke zusammen. So wurden die Straßenränder im Gewerbegebiet und auf den Orts-Verbindungsstraßen, um die öffentlichen Gebäude, Bushaltestellen und sogar der Dorfbach von Unrat und zahlreichem Kuriosem befreit.

Manch einer staunte nicht schlecht, ob der gefundenen Gegenstände. Dabei kamen Autoreifen, ein Kühlschrank oder Berge von Zeitungen zusammen. Die Helfer waren teilweise richtig entrüstet, was und in welchem Umfang alles in der schöne Natur entsorgt wird. Am Ende der Müllsammelaktion bedankte sich Kommandant Leo Steinhauser bei den vielen Helfern im Namen der Gemeinde, besonders erwähnte er die Mithilfe der Flüchtlinge, das sei schließlich gelebte Integration.

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