600 Helfer bei Flurputzete in Dietenheim

Dietenheim.  "Die Stadt rief und 600 Helfer kamen": Mit diesem Satz fasste Wolfgang Klausner, der Organisator der Flurputzete, die erfolgreiche Aufräumaktion zusammen. Gefallen hat ihm das Engagement der Jugendlichen.

Wolfgang Klausner von der Stadtverwaltung hatte die Dietenheimer Flurputzete generalstabsmäßig organisiert. Wie wichtig die gute Planung einer solchen Mammutveranstaltung ist, zeigte sich schon am frühen Samstag, als die einzelnen Trupps, aufgeteilt in Gruppen mit Fahrzeugen und Gruppenleitern ihre genau beschriebenen Einsatzgebiete bekamen. Alles war bestens ausgeschildert. Was Klausner nicht bedacht hatte: Der ursprünglich angedachte Treffpunkt war schon am Morgen mit Autos zugeparkt und das Ausweichen zur Stadthalle war notwendig. "Man lernt einfach immer wieder dazu", kommentierte er die Verlagerung.

In Dietenheim wie in Regglisweiler bot sich beim Ausschwirren der vielen Helfer dasselbe Bild. Zu beachten hatten die Gruppen, dass sie ihre vorgegebenen Areale flächendeckend absuchten. Klausner hatte Warnwesten für die Gruppenleiter, Müllsäcke und Arbeitshandschuhe für Notfälle mitgebracht. Mit der Warnung, keine Spritzen in die Hand zu nehmen, sowie Glas und Alteisen möglichst auszusortieren, brachen die Helfer bei frühlingshaften Temperaturen auf. Und bei ihrer Suchaktion wurden die Gruppen in den kommenden Stunden mehr als fündig.

Beim großen Treffen zur Entleerung des Sammelguts vor der Stadthalle und beim Bürgerhaus in Regglisweiler türmten sich die Müllberge zu einem riesigen Haufen auf. Da fanden sich kaputte und rostige Fahrräder ebenso, wie jede Menge Holzabfälle, vergammelte Töpfe und Kannen, alte Autoreifen und sogar mehrere Taschenrechner. Hinzu kamen unzählige Flaschen aller Materialien von Glas bis Plastik. Auch drei Sofas fanden die Müllsucher. Das zeige deutlich auf, dass die Leute ihren Unrat nicht nur "einfach so" aus dem Auto werfen, sondern ihren Sperrmüll wohl bewusst in Wald und Flur entsorgen", kritisierte Klausner das rücksichtslose Verhalten einiger Zeitgenossen.

Angetan war er vom großen Interesse. Mit gut 500 Helfern hatte er gerechnet, mehr als 600 hatten sich schließlich eingefunden. Nicht nur Schüler, Lehrer und Stadträte machten mit. Gekommen waren auch Mitglieder der BUND-Ortsgruppe, der Gießenbachfischer, des Kirchenchor Dietenheim, der Gartenfreunde und der Jugendfeuerwehr. Was Klausner besonders freute: 25 Mädchen und Jungs des Jugendvereins "Furious", waren ebenfalls mit von der Partie.

Gar nicht angemeldet war die Regglisweiler "Festhütten-Bude", eine lose Vereinigung von 20 Jugendlichen, die am Samstagmorgen ebenfalls ihre Hilfe anbot und mit einem lauten Hurra empfangen wurde. Einen ganz kleinen Wermutstropfen gab es doch: die mangelnde Bereitschaft der Großvereine, von denen sich Klausner über die eine oder andere Voranmeldung schon gefreut hätte.

Dass ordentlich gearbeitet wurde, davon überzeugte sich der Stadttechniker selbst. "Die "abgegrasten Flächen machen einen sauberen Eindruck, das fällt richtig auf." Glück für die tüchtigen Helfer: Die Aktion war von gutem Wetter begleitet. "Da haben wir eine richtige Punktlandung gemacht", zog Klausner am Ende eine positive Bilanz, denn eine Woche zuvor lag der komplette Müll noch unter einer dicken Schneedecke. Die Stadt Dietenheim bedankte sich bei den Helfern für ihren ehrenamtlichen Einsatz mit einem zünftigen Vesper, das in der Stadthalle ausgegeben wurde.


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Autor: DIETER GRÄTER | 22.03.2010

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