1000 Besucher im Wasserwerk Langenau - Über 220 Brunnen im Donauried
Langenau. Eine angenehme Überraschung: Das Wasserwerk Langenau hat am Sonntag seine Pforten geöffnet und wurde regelrecht überrannt. An die 1000 Besucher kamen, um mehr über unser Trinkwasser zu erfahren.
Weltweit wird heute der "Tag des Wassers" begangen. Einen Vorgeschmack darauf hat der gestrige Tag der offenen Tür im Wasserwerk Langenau geboten. Ein Angebot, das überragenden Zuspruch fand: Bereits zur Mittagszeit strömten die Besucher in Scharen. "Wir werden regelrecht überrannt", stellte Besucherführerin Elisabeth Zwettler von der Landeswasserversorgung angenehm überrascht fest.
Nach den bisherigen Erfahrungen habe man mit einigen hundert Gästen über den ganzen Tag verteilt gerechnet, sagte sie. Am Sonntag standen bereits zur ersten Führung durch das Wasserwerk um 12 Uhr weit über 100 Gäste aus der ganzen Region parat, am Abend hatten rund 1000 Menschen am Angebot teilgenommen. Ein Interesse, für das Pressesprecherin Dagmar Uhl zu einem gewissen Teil die neu ins Programm aufgenommenen Kinderführungen verantwortlich macht. Die Landeswasserversorgung sei im Vorfeld des "Tages des Wassers" mehrfach nach solchen Kinderführungen gefragt worden.
Der Erfolg gab den Machern recht: Unzählige Familien nutzten die Gelegenheit, die Trinkwasserproduktion auf unterhaltsame und spannende Art bei kindgerecht gestalteten Führungen aus einem neuen Blickwinkel zu erleben - direkt vor Ort. Zwei Mal ging Besucherführerin Anita Aracri am Sonntag mit Kindern und Eltern auf Tour. Zum Einstieg erklärte sie anhand einer Bildergeschichte vom "Wassertröpfle", woher das künftige Trinkwasser überhaupt kommt.
"Wer von euch weiß, was das Grundwasser ist?", fragte Aracri in die Runde. "Das entsteht, wenn die Regentropfen durch die Erde fallen und dabei gereinigt werden", wusste ein Junge. "Das wird dabei mineralisiert." Ein echter Profi, befand die Führerin. Der Kleine strahlte. Und Aracri erklärte gleich weiter: Über 220 Brunnen betreibe die Landeswasserversorgung im Donauried, um Grundwasser zu fördern. Zusätzlich werde Wasser aus den Quellen der Region zur Trinkwasserproduktion verwendet. "Das alles reicht aber nicht, um ausreichend Trinkwasser zur Verfügung stellen zu können."
Die Lösung: Die Donau. Aus ihr stammt ebenfalls ein Teil des Trinkwassers. Bis aber aus einem Donautropfen ein echtes "Trinkwassertröpfle" werden kann, muss es zahlreiche Reinigungs- und Aufbereitungsstufen durchlaufen. Welche, davon konnten sich die Besucher vor Ort überzeugen: Von der zweiten Reinigungsstufe bis in die Wasserleitung begleiteten sie das Donauwasser über eine Stunde hinweg. Zurück im Besucherzentrum schmeckte das frische Trinkwasser gleich noch einmal so gut: "Unsere Filter sind so gründlich, dass man nach der Reinigung keinerlei Schadstoffe mehr nachweisen kann - das untersuchen wir regelmäßig im eigenen Labor", betonte Aracri. Die Kinder füllten ihr Glas an der ewig sprudelnden Quelle im Foyer gleich noch einmal. Jetzt weiß man ja, wo es herkommt.
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Autor: AMREI GROSS | 22.03.2010
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Im unterirdischen Stollen des Langenauer Wasserwerks durchläuft das Wasser eine Filteranlage. Anita Aracri (rechts) erläutert, wie sie funktioniert. Foto: Amrei Groß
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