Der dichte Klangteppich von Cantus Novus

Der Chor Cantus Novus Ulm zauberte nachweihnachtlichen Glanz in die St. Georgskirche - zu Gunsten der Aktion 100 000 und Ulmer helft.

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Festlich erstrahlten die beiden hohen Tannen in der Georgskirche am Sonntagabend im Glanz ihrer Kerzen: Der Frauenchor Cantus Novus und sein Leiter Helmut Steger hatten zu einem Konzert der besonderen Art gerufen, und zahlreiche Besucher waren der Einladung gefolgt. Ja, was wäre die Aktion 100 000 ohne Cantus Novus? Diese rein rhetorische Frage stellte Aktionsleiter Karl Bacherle zu Beginn seiner kurzen Begrüßung. Die Halbzeit der Spenden-Aktion sei überschritten, mehr als 2000 Menschen habe man schon helfen können,

"Die Weihnachtsgeschichte im Lied", lautete das Motto des Konzertes, und eröffnet wurde der stimmungsvolle Reigen durch die Spruchmotette "Tochter Zion, mache dich auf", einer kurzen Eigenkomposition von Chorleiter Steger. Dieses charakteristische Werk mit seinen modernen Anklängen machte gleich am Anfang die hohen Ansprüche deutlich, mit dem die Sängerinnen, der Chorleiter und die vier Instrumentalisten - Andreas Weil (Orgel), Markus Munzer-Dorn(Gitarre), Jochen Anger (Saxophon, Klarinette) und Ulrike Klamp (Kontrabass) - diesen Sonntagnachmittag bedachten.

Originalität, Ausdruckskraft und Improvisationsgeist verwoben sich mit traditionellen Weihnachtsliedern - bekannteren und weniger bekannten Stücken, die Steger dem Buch "Inmitten der Nacht" Gottfried Wolters entnommen und so geschickt kompiliert und arrangiert hatte, dass vor den Ohren der staunenden Zuhörerschaft ein großes Ganzes entstand.

Tatsächlich hatte man dank des Geschicks der Musiker vielmehr den Eindruck, einer durchkomponierten Chorsinfonie denn einzelnen Liedern zu lauschen, so innig und kunstvoll waren die Stücke ineinander und miteinander verflochten. Die eingeschobenen Lesungen aus der Weihnachtsgeschichte, bei der sich Heike Viefhaus und Helmut Steger abwechselten, unterbrachen den Fluss der Musik nicht etwa, sondern akzentuierten ihn, gaben ihm die Richtung vor. Dass der so herrlich gewobene Klangteppich derart in den Bann zog, war auch den Instrumentalisten zu verdanken, die mit ihren musikalischen Vorausdeutungen, Reminiszenzen und Improvisationen brillierten. Eine rundum gelungene Nachweihnacht.

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