MEIN ERSTES MAL

Spaß auf dem Wasser mit Wakeboard und Co.

Mit 30 Sachen auf Skiern oder einem Board übers Wasser gezogen werden - Das geht nicht nur im Urlaub in weiter Ferne und mit Hilfe eines Motorbootes, sondern auch in Gundelfingen bei Günzburg. Dort gibt es eine Wasserski- und Wakeboard-Seilbahn. Christian Ippach und Alexander Späth aus dem Acht9-Team haben es ausprobiert.

Ein Wort trifft die Situation kurz vor dem Start aufs Wasser am besten: Spannung. Denn nicht nur mein in der Hocke sitzender Körper ist mit sämtlichen Muskeln angespannt, sondern auch meine Psyche. Zu oft hab ich die Szene schon im Fernsehen gesehen. Die Leine, an der man sich festhält, zieht an und schon nach wenigen schmachvollen Metern, in denen man das Gleichgewicht verliert, wird man ins Wasser katapultiert. Unangenehm für denjenigen, der Wasser schlucken muss. Belustigend für die Leute am trockenen Ufer.

Alex'  erster Versuch: Erfolgreich! 

Der entscheidende Moment nähert sich: Benni, der an der Bedienanlage der Seilbahn steht, gibt mir Bescheid. Der nächste Haken, der sich nähert, wird meine Leine mitnehmen. Dann ist es soweit. Die Leine reißt mich ruckartig von dem Startpodest. Ich werde über das Wasser gezogen und versuche langsam, aus der Hocke in eine aufrechte Position zu kommen. Das Wasser spritzt um meine Beine. Die innerliche Anspannung löst sich, dann stehe ich. Und tatsächlich bin ich nicht gestürzt, mein erster Versuch war erfolgreich.

Ich rase auf den Wasserski, mit denen jeder Anfänger als erstes starten sollte, über den See. Jedoch kann ich mich auf meinem kleinen Erfolg nicht ausruhen. Denn vor mir erscheint schon bedrohlich die erste Kurve. Wie zur Hölle lenke ich denn hier? Das Einführungsvideo, welches mir das Fahren binnen drei Minuten beibringen sollte, blieb nicht so recht in meiner Erinnerung. Zwei rote Bojen bilden ein Tor, durch das man steuern soll, um eine optimale Kurve zu fahren. Irgendwie schaffe ich es durch eine intuitive Gewichtsverlagerung dort durch zu kommen. Die Seilbahn zieht mich jetzt mit voller Geschwindigkeit um die Kurve. Ein geniales Gefühl. Die Sache fängt an, mir Spaß zu machen.

Eine Wasserfontäne, wo Kollege Christian sein sollte

Doch wie läuft es eigentlich bei Kollege Christian? Ein Blick über die Schulter verrät es mir. Eine Wasserfontäne wenige Meter nach dem Start und eine Leine, die sich ohne Christian auf den Weg macht, sind deutliche Zeichen, dass er wohl unfreiwillig tauchen ging. Mit einem triumphalen Grinsen auf den Lippen schieße ich in die nächste Kurve. Dort wird mir das Lachen aber wieder vergehen. Ich habe die Kurve nicht weit genug ausgefahren und bin in einem zu steilen Winkel. Als die Leine dann wieder anzieht, kann ich sie nicht mehr halten und werde ins Wasser geworfen. Trotzdem war diese erste Runde ein Heiden-Spaß. Wenn man mit der Zeit den Dreh dann raus hat, kann man auf das Wakeboard wechseln. Dafür hatten wir an dem Tag am Gufi See aber leider keine Zeit mehr. Ich werde es aber sicherlich auch noch ausprobieren. Ob Christian dann noch mal mitkommt? 
 


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Autor: ALEXANDER SPÄTH | 30.08.2010

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