SPORT IN DER STADT (5/8)
Jonglieren: Mach's wie im Zirkus
Mit Bällen, Keulen oder Stühlen: Jonglieren ist zwar nichts neues, Jongleure liegen aber immer im Trend. Auf jeder Party sind sie der Renner! Peter Brauchle jongliert von Kindesbeinen an und erklärt euch im Video, wie es geht:
Klein angefangen: Peter Brauchle (26) hat schon als Kind mit dem Jonglieren angefangen. Wer es ihm beigebracht hat, das weiß er nicht mehr. Spaß macht es ihm aber immer noch. Bei schönem Wetter trifft sich Peter regelmäßig mit anderen Freizeitjongleuren in der Friedrichsau. Wie er, sind die meisten schon lange dabei. Das soll euch aber nicht abschrecken: "Bereits nach ein paar Minuten hat man das Grundschema raus, nach einer Stunde sind erste Erfolge sichtbar", sagt Peter. Wie, das zeigt er euch im Video selbst. Schaut's euch an:
Wie es weitergeht...
Peters Tipps haben euch Lust gemacht, selbst zu jonglieren? Dann mal los: Ein Ball kostet im Handel zwischen fünf und sechs Euro, eine Keule zwischen 25 und 50 Euro. Aber das ist noch Zukunftsmusik. Für den Anfang reicht es, wenn ihr euch drei Bälle zulegt und damit fleißig ein paar Wochen und Monate trainiert. Denn nach den ersten Erfolgen ist Geduld angesagt. "Um mit vier Bällen jonglieren zu können, brauchen die meisten ein paar Wochen", sagt Peter: "Für fünf Bälle dann ein halbes Jahr." Er selbst schafft es mittlerweile mit sieben Stück.
Von Überdrüssigkeit aber keine Spur. Jonglieren sei der richtige Mix aus Herausforderung, Konzentration, Reaktion und Entspannung. Ja, richtig gehört: Entspannung. "Wenn sich der Bewegungsablauf automatisiert hat, dann ist es fast wie Meditation", sagt Peter. Na, dann! Aber ehrlich gesagt: Man nimmt es ihm ab, wenn man ihn mit seinen Sportskameraden in der Friedrichsau so sieht. Denn von verkniffener geistiger Anstrengung ist bei den Jongleuren nichts zu sehen. Während sie ihre Bälle und Keulen durch die Luft schleudern, ist immer noch Zeit für ein Pläuschchen mit dem Nebenmann.
Verschiedene Varianten
Jonglieren ist also kein Hobby für Eigenbrötler, sondern durchaus gesellschaftsfähig. Nicht umsonst gibt es eine Disziplin, in der man miteinander spielt: Beim so genannten Parcen werfen sich die Jongleure abwechselnd Gegenstände zu.
Beim Solospiel gibt es zwei verschiedene Varianten: Entweder mit wenigen Gegenstäden jonglieren, dafür aber mit vielen Tricks oder umgekehrt mit möglichst vielen Gegenständen und wenigen Tricks. "Je mehr Bälle du benutzt, je höher musst du werfen", sagt Peter. Das ließe sich sogar mit mathematischen Formeln ausrechnen.
So wissenschaftlich gehen er und seine Kumpels es aber nicht an. Bei ihnen steht eher der Spaß im Vordergrund. Und ein bissel Ehrgeiz natürlich auch: "Es hat schon seinen Reiz, wenn man etwas kann, was andere nicht können", gibt Michael Reusler offen zu. Auch er gibt heute in der Friedrichsau sein Bestes. Übung muss halt sein: Denn die Parkjongleure fahren ab und an auch auf Jonglier-Conventions, wie sie in Deutschland fast jedes Wochenede stattfinden. Diese hätten aber eher Festival- als Turniercharakter, sagt Michael: "Da wird rund um die Uhr jongliert und es gibt Workshops."
Ach übrigens:
Vom 5. bis zum 7. November findet eine solche Convention auch in Ulm statt. Falls ihr bis dahin noch nicht fit genug seid, um selbst daran teilzunehmen, solltet ihr euch zumindet die Jonglier-Show am 6. November im Alten Theater (20 Uhr) nicht entgehen lassen. Also, bis dahin viel Spaß beim Bälle werfen und gebt nicht zu schnell auf!
Jonglieren an der Hochschule
Wer von Peter und anderen Experten persönlich jonglieren lernen will, kann sich bei der Hochschulsportgruppe melden (auch Nichtstudenten): hier geht`s zur Webseite
Hast du auch ein ausgefallenes Hobby? Dann schick uns doch ein paar Fotos oder ein Video an acht9@swp.de
Alle Folgen der Sportserie gibt's unter www.swp.de/2010/sportinderstadt
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Autor: CHRISTIAN IPPACH | 26.08.2010
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Peter Brauchle hat das Jonglieren schon als Kind gelernt. Zusammen mit anderen Jongleuren trifft er sich regelmäßig in der Friedrichsau.
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