Einfach Daumen drücken

Mehr als 20 Millionen Deutsche interessieren sich für die Einführung des Fingerabdrucks als Schlüsselersatz. Das hat eine Ende 2011 veröffentlichte Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach ergeben.

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Im Supermarkt wird das "FingerPayment" noch getestet, als Schlüsselersatz funktioniert es schon. Archivfoto

Was wie Zukunftsmusik klingt, ist längst machbar. Bereits heute lassen sich Haustüren und Garagentore auch im nicht-gewerblichen Bereich bequem ohne Schlüssel und Handsender öffnen - es genügt ein Scan des Daumens.

Mutter, Vater, Kinder, Großeltern und der engste Familienkreis sollen in vielen Haushalten ohne Schlüssel ein Fahrrad aus der Garage holen können oder ohne extra klingeln zu müssen ins Haus gelangen. Mehr Komfort im Alltag ist einfach realisierbar und erfordert keine großen Umbaumaßnahmen: Daumen oder Zeigefinger werden im Fingerprint-Scanner einmalig von einem Familienmitglied mit Zugangsrechten erfasst. Beim nächsten Mal öffnet der gespeicherte Abdruck buchstäblich Tür und Tor. Die Zugangskontrolle durch die biometrische Authentifizierung ist nur deshalb möglich, weil der Fingerabdruck jedes Menschen einzigartig ist.

Moderne Systeme dieser Art garantieren hierbei einen extrem hohen Sicherheitsstandard. Der Sensor erkennt ausschließlich "lebende Finger". Dass es zu einer Fehlauslösung durch so genannte "latente Fingerabdrücke" - also Fingertapser auf dem Scanner - kommt, ist ausgeschlossen. Das Analysegerät arbeitet genau. Die Nichterkennungsrate ist äußerst gering. Niemand bleibt vor verschlossener Tür stehen, weil das System den gespeicherten Abdruck nicht mehr lesen kann. Im Notfall sind die Zugänge stets auch noch ganz klassisch mit dem Schlüssel zu öffnen.

Die Anlage hat einen integrierten Funksender und kann von einem Fachmann direkt an der Hauswand neben Tür und Garage oder einige Meter davor eingerichtet werden. An der Oberfläche des Moduls sind keine Schalter oder Knöpfe sichtbar, was für eine dezente Optik sorgt. Alle nötigen Informationen werden direkt auf einem farbigen LED-Display angezeigt. Die Technologie ist für eine Kapazität von 87 Nutzern, davon zwölf Administratoren, ausgelegt - mehr als genug für jeden Haushalt.

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