EIN SOMMERNACHTSTRAUM

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  • Immer wieder nimmt "Hair" eine neue Wendung ein. Von unten: Volkram Zschiesche (liegend), Anita Patek a.G., Julia Gámez-Martin a.G. 1/3
    Immer wieder nimmt "Hair" eine neue Wendung ein. Von unten: Volkram Zschiesche (liegend), Anita Patek a.G., Julia Gámez-Martin a.G. Foto: 
  • Bei diesem Stück kann man sich fühlen, als würde man in der Zeit zurückreisen. 2/3
    Bei diesem Stück kann man sich fühlen, als würde man in der Zeit zurückreisen. Foto: 
  • Aber auch das Bühnenbild kann sich sehen lassen. (v.l.): Anita Patek a.G., John Davies a.G., Dorothee Kahler a.G., Julia Gámez-Martin a.G., Maren Kern a.G., Girard Rhoden, Henrik Wager a.G. 3/3
    Aber auch das Bühnenbild kann sich sehen lassen. (v.l.): Anita Patek a.G., John Davies a.G., Dorothee Kahler a.G., Julia Gámez-Martin a.G., Maren Kern a.G., Girard Rhoden, Henrik Wager a.G. Foto: 
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Die Liebe ist eine ernsthafte und leider sehr selten ansteckende Krankheit. Um einer drohenden Zwangsverheiratung mit Demetrius zu entgehen, verabredet sich Hermia mit ihrem geliebten Lysander nachts im Wald. Natürlich stellt auch Demetrius sich ein, der wiederum von Helena begehrt wird – es lieben sich immer die Falschen. Was die jungen Leute nicht wussten: Die grüne Welt des Waldes ist ein emotionales Minenfeld. Da die Elfenkönigin Titania mit ihrem Gatten Oberon streitet, lässt dieser von seinem Diener Puck eine Art Flächenbombardement mit einem Liebeszauber vornehmen, was zu noch mehr Herzensverwirrung bei den jungen Athenern führt. Und auch eine Gruppe Handwerker, die sich zu einer Open-Air-Theaterprobe im Wald befinden, gehören bald zu den Kollateralschäden.
 
Dass Liebeszauber mehr Schaden als Nutzen anrichten, kann aus dramaturgischer Sicht nicht bestätigt werden. Denn das absurde Wechselbad der Gefühle, das für die Figuren dieser Sommernacht so unangenehm ist, bietet dem Theaterpublikum die Garantie für romantische Empfindungen, tiefgehendes Mitgefühl und beste Unterhaltung. Als der Morgen durch das Blätterdach dämmert, sind die meisten Beteiligten froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben – außer einem: Der Handwerker Zettel, der trotz seiner Ausstattung mit einem Eselskopf die schönste Nacht seines Lebens verbracht hat: „Kein Menschenauge hat es je gehört, kein Menschenohr hat es je gesehn, keine Menschenhand könnte es schmecken, keine Zunge es begreifen, noch sein Herz erzählen, was mein Traum war.“

Intendant Andreas von Studnitz inszeniert „Ein Sommernachtstraum“ – er hat den Text der Komödie von William Shakespeare auch selber bearbeitet. Die Musik steuert der renommierte Augsburger Jazz-Musiker Wolfgang Lackerschmid bei, er wird bei allen Vorstellungen auch selber auf der Bühne stehen. Das Bühnenbild hat Britta Lammers entworfen, die Kostüme Gabriele Frauendorf. Nahezu das gesamte Schauspielensemble des Theaters ist vertreten; darunter als Theseus und Oberon Jörg-Heinrich Benthien, als Hippolyta und Titania Tini Prüfert. Für die Rolle des Puck kommt als Gast Ulla Willick zurück an ihre langjährige Wirkungsstätte. 
 
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