Überblick Rituale und Abläufe
Rituale der Bestattung helfen den Angehörigen und der Gemeinschaft, mit dem Verlust und der Trauer umzugehen und den Tod als Teil des Lebens zu verstehen. Kulturgeschichtlich ist der Umgang mit dem Tod und den Toten religiös geprägt. In jüngster Zeit ist jedoch ein sprunghafter Anstieg der Anzahl weltlicher Bestattung festzustellen.
Verstorbene zu bestatten ist ein zentraler Bestandteil menschlicher Kulturformen. Die Rituale, die dabei praktiziert werden, sind sehr vielfältig.
Schon die Steinzeitmenschen bestatteten ihre Toten nach bestimmten Ritualen: Sie wurden auf der Seite liegend und mit angezogenen Beinen begraben. Außerdem erhielten sie Grabbeigaben wie Dolche oder Speisen.
Die Vorstellung von einem Leben nach dem Tod findet sich auch in den meisten Religionen wieder. Ihre Bestattungsrituale spiegeln das Verständnis von einem Jenseits: Christen, Juden und Muslime glauben, dass der Tote in ein göttliches Himmelreich zieht. Da er Gott unversehrt gegenübertreten soll, bestatten Anhänger dieser Religionen ihre Verstorbenen traditionell in Erdgräbern. In asiatischen Religionen wie dem Hinduismus glaubt man dagegen, dass der Körper sterblich ist und das Wesen des Verstorbenen wiedergeboren wird. Dafür wird sein Leichnam vollständig verbrannt. Weltliche, nicht-religiöse Bestattungsrituale betonen in der Regel eher das gelebte Leben des Verstorbenen.
Neben religiösen gibt es auch kulturelle Unterschiede. In den südlichen USA hat sich der Brauch der „Bestattungen mit Musik“ (engl. funeral with music, funeral jazz) entwickelt, bei der dem Tod das Erschreckende durch fröhliche Musik genommen werden soll. Jazz ist ein wichtiger Teil dieses Brauches. In Österreich wird manchmal noch die „schöne Leich“ gefeiert. Dabei handelt es sich um die Sitte, einen Verstorbenen standesgemäß bei einem prunkvollen Begräbnisfest zu bestatten.
Sowohl weltliche als auch religiöse Bestattungsrituale erfüllen bestimmte sozial und psychisch stabilisierende Funktionen:
Religiöse Rituale dienen häufig dazu, den Verstorbenen bei seinem Übertritt in ein neues Leben behilflich zu sein. Das zeigt sich an der Wahl der Bestattungsart, aber auch daran, dass gemeinsam für den Verstorbenen gebetet wird.
Ritualisierte Handlungen wie eine Aufbahrung oder das Werfen von Erde auf das Grab geben den Angehörigen die Möglichkeit, sich in einem stützenden Rahmen von dem Toten zu verabschieden. Gleichzeitig wird durch diese Rituale auch die Endgültigkeit des Abschieds symbolisiert.
Durch Kondolenzbesuche oder durch die Anwesenheit von Trauergästen bei der Bestattung wird den Hinterbliebenen vermittelt, dass sie in ihrer Trauer nicht allein sind.
Symbolische Handlungen wie das Zerreißen des Hemdkragens bei jüdischen Gläubigen bieten eine Möglichkeit, der Trauer einen Ausdruck zu verleihen.
Rituale drücken aber auch die Wertschätzung gegenüber einem Verstorbenen aus, etwa indem sich die Trauergäste am Grab versammeln und der Tote nach der Beisetzung regelmäßig besucht wird.
Gleichzeitig verweisen Rituale darauf, dass das Leben trotz des Verlustes nicht stehen bleibt. Ausdruck findet diese Idee häufig in Form von einem gemeinsamen Essen, bei dem sich die Trauergäste treffen und sich an den Verstorbenen erinnern.
Derzeit entwickelt sich hierzulande ein starker Trend zu weltlichen Bestattungen und zu individuellen Ritualen: Sie müssen nicht mehr zwingend den traditionellen Abläufen folgen, sondern können auch persönlich gestaltet werden.
Schon die Steinzeitmenschen bestatteten ihre Toten nach bestimmten Ritualen: Sie wurden auf der Seite liegend und mit angezogenen Beinen begraben. Außerdem erhielten sie Grabbeigaben wie Dolche oder Speisen.
Die Vorstellung von einem Leben nach dem Tod findet sich auch in den meisten Religionen wieder. Ihre Bestattungsrituale spiegeln das Verständnis von einem Jenseits: Christen, Juden und Muslime glauben, dass der Tote in ein göttliches Himmelreich zieht. Da er Gott unversehrt gegenübertreten soll, bestatten Anhänger dieser Religionen ihre Verstorbenen traditionell in Erdgräbern. In asiatischen Religionen wie dem Hinduismus glaubt man dagegen, dass der Körper sterblich ist und das Wesen des Verstorbenen wiedergeboren wird. Dafür wird sein Leichnam vollständig verbrannt. Weltliche, nicht-religiöse Bestattungsrituale betonen in der Regel eher das gelebte Leben des Verstorbenen.
Neben religiösen gibt es auch kulturelle Unterschiede. In den südlichen USA hat sich der Brauch der „Bestattungen mit Musik“ (engl. funeral with music, funeral jazz) entwickelt, bei der dem Tod das Erschreckende durch fröhliche Musik genommen werden soll. Jazz ist ein wichtiger Teil dieses Brauches. In Österreich wird manchmal noch die „schöne Leich“ gefeiert. Dabei handelt es sich um die Sitte, einen Verstorbenen standesgemäß bei einem prunkvollen Begräbnisfest zu bestatten.
Sowohl weltliche als auch religiöse Bestattungsrituale erfüllen bestimmte sozial und psychisch stabilisierende Funktionen:
Religiöse Rituale dienen häufig dazu, den Verstorbenen bei seinem Übertritt in ein neues Leben behilflich zu sein. Das zeigt sich an der Wahl der Bestattungsart, aber auch daran, dass gemeinsam für den Verstorbenen gebetet wird.
Ritualisierte Handlungen wie eine Aufbahrung oder das Werfen von Erde auf das Grab geben den Angehörigen die Möglichkeit, sich in einem stützenden Rahmen von dem Toten zu verabschieden. Gleichzeitig wird durch diese Rituale auch die Endgültigkeit des Abschieds symbolisiert.
Durch Kondolenzbesuche oder durch die Anwesenheit von Trauergästen bei der Bestattung wird den Hinterbliebenen vermittelt, dass sie in ihrer Trauer nicht allein sind.
Symbolische Handlungen wie das Zerreißen des Hemdkragens bei jüdischen Gläubigen bieten eine Möglichkeit, der Trauer einen Ausdruck zu verleihen.
Rituale drücken aber auch die Wertschätzung gegenüber einem Verstorbenen aus, etwa indem sich die Trauergäste am Grab versammeln und der Tote nach der Beisetzung regelmäßig besucht wird.
Gleichzeitig verweisen Rituale darauf, dass das Leben trotz des Verlustes nicht stehen bleibt. Ausdruck findet diese Idee häufig in Form von einem gemeinsamen Essen, bei dem sich die Trauergäste treffen und sich an den Verstorbenen erinnern.
Derzeit entwickelt sich hierzulande ein starker Trend zu weltlichen Bestattungen und zu individuellen Ritualen: Sie müssen nicht mehr zwingend den traditionellen Abläufen folgen, sondern können auch persönlich gestaltet werden.
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21.01.2010
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