Geänderte Pläne zum Fildertunnel in der Anhörung

Stuttgart. 

Mehrere Dutzend Anwohner und Gegner des Tunnelbahnhofs Stuttgart 21 diskutieren seit gestern über geplante Änderungen am Fildertunnel. Nach Auskunft eines Sprechers des Regierungspräsidiums waren 100 Teilnehmer zum Auftakt des Erörterungstermins gekommen. Die meisten der 700 Sitzplätze in der Halle seien leergeblieben. Einige Gegner des Bahnprojekts hatten vor Beginn mit Plakaten und Trompeten gegen den Tunnel demonstriert.

Die Planänderung für den zweiten Abschnitt der Bahn-Neubautrasse Stuttgart-Ulm sieht zusätzliche Verbindungsstollen für mehr Sicherheit vor. Außerdem sollen die 9,5 Kilometer langen Röhren mit einer Tunnelbohrmaschine statt der bisher genehmigten Spritzbetonbauweise gebaut werden. Rund 4000 Einwände waren gegen die Pläne geäußert worden.

Die Kritiker sehen laut Regierungspräsidium vor allem geologische Risiken. Sie befürchten, dass sich die Erde beim Tunnelbau senken oder abrutschen könnte. Die Bahn schreibt dazu in ihrer Stellungnahme: "Insgesamt betrachtet kann gesagt werden, dass die geplante Infiltration die wirksamen Kräfte und somit den Gleichgewichtszustand des Hanges nicht ändert." Die Kritik vom Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 und vom Landesnaturschutzverband richtet sich etwa dagegen, dass der Tunnel geplant wird, obwohl die weitere Streckenführung am Flughafen noch nicht feststehe. "Mindestens eine der Varianten hat eine völlig andere Streckenführung, die auch Auswirkungen auf den Tunnel haben würde", sagte Frank Distel von der Schutzgemeinschaft Filder. Die Bahn pocht auf die Planung in Abschnitten


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Autor: . LSW | 31.01.2012

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