Nur noch jeder zweite Skifahrer "oben ohne"
4,5 Millionen Deutsche fahren Ski, eine halbe Million steigt aufs Snowboard, schätzt der Deutsche Skiverband. Und er hat auch aktuelle Zahlen zum Thema Kopfschutz: Mehr als 50 Prozent der Erwachsenen und mehr als 90 Prozent der unter 15-jährigen Skisportler tragen auf der Piste einen Helm.
Neueste Unfallzahlen hat die Auswertungsstelle für Skiunfälle (ASU) jetzt veröffentlicht: Demnach haben sich 2008/2009 bis zu 49000 Deutsche beim Skifahren verletzt - mehr als 50 Prozent weniger als 1979/80. 7000 mussten stationär behandelt werden - drei Prozent weniger als in der Saison 2007/2008. Leicht rückläufig waren auch die Zahlen für Kollisionen und Verletzungen am Knie, das aber dennoch mit 33,5 Prozent an der Spitze der bei Skiunfällen betroffenen Körperregionen steht.
Verbessertes Material und eine veränderte Skitechnik macht DSV-Sicherheitsexperte Andreas König für diese Entwicklung verantwortlich. Beim früheren Wedeln musste man noch die Knie stark drehen. Beim Carven werden die Knie dagegen eher entlastet, man fährt auf der Kante, mit höherer Kurvengeschwindigkeit. Weswegen Schulterverletzungen zunehmen.
Die meisten Verletzungen passieren kurz vor der Mittagspause und bei der letzten Abfahrt des Tages. Dies zeigt eine Erhebung des Krankenhauses Schwarzach mit den Gasteiner Bergbahnen. Unfallursache: Ermüdung bei unvorbereiteten Fahrern - 60 bis 80 Prozent der Bruchpiloten sind demnach völlig untrainiert.
Vor dem Start in die Skisaison ist auch der Blick in die Regeln des Internationalen Skiverbandes angebracht (www.fis-ski.com). Eine der wichtigsten: Vor dem Losfahren immer nach oben schauen, ob ein anderer Sjkifahrer oder Boarder angerauscht kommt. Und wenn es doch einmal zu einem Skiunfall kommen sollte, muss jeder Beteiligte und Zeuge seine Personalien angeben.
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Autor: SWP | 06.11.2010
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