Gut gerüstet ins weiße Abenteuer

Mit einem Kurs startet man immer noch am Besten ins Abenteuer Skifahren - egal ob auf zwei Brettern oder auf einem. Ein paar Tipps, auf was man alles achten sollte, beim Einkauf wie unterwegs.

Erste Schritte: Skifahren lernen können auch durchschnittlich begabte Flachland-Kinder bevor sie zur Schule kommen. Für die Jüngsten bietet sich ein Eltern-Kind-Kurs an, sofern Papas Nerven das mitmachen. Den haben aber nur wenige Vereine im Angebot. Eine gute Alternative für die ersten Schritte ist ein Bambini-Kurs. Angesichts der guten Schneelage auf der Alb hat man ganz in der Nähe derzeit gute Chancen, einen zu finden. Meist wird höchstens zwei Stunden am Stück gefahren, das reicht aber auch für den Anfang. Achtung beim Snowboarden, da liegt das Einstiegsalter oft höher als beim den alpinen Kinder-Kursen.

Begleitung: Führt der Weg ins Allgäu, lohnt es sich nachzufragen, ob elterliche Begleitung erwünscht ist. Bei vielen Vereinen ist die Betreuung während der Mittagspause, vor und nach dem Kurs nicht vorgesehen. Dann kommt es darauf an, wie fit der Nachwuchs schon ist - von Ski-Schuh-Anziehen bis Pinkelpause organisieren. Egal ob allein oder in Begleitung: Zwei paar Handschuhe müssen auf jeden Fall mit.

Helm: In vielen Vereinen gilt für Kinder Helmpflicht. Da sollte es selbstverständlich sein, dass die Skilehrer mit gutem Beispiel vorangehen. Dabei muss guter Helm nicht teuer sein, wie der aktuelle ADAC-Test beweist. Wichtig ist vor allem, dass er passt. Laut Deutschem Ski-Verband waren im vergangenen Jahr 95 Prozent aller Jugendlichen und immerhin 70 Prozent aller Erwachsenen mit Helm unterwegs.

Rückenprotektoren: Hier sieht es noch nicht so gut aus, vor allem bei den Alpin-Skifahrern sind es bislang nur 13 Prozent, die auf eine Weste oder einen Protektor setzen. Bei den Snowboarder, die öfter mal auf dem Rücken landen, sind es an die 30 Prozent. Jeder muss sich überlegen, ob sich die Anschaffung lohnt. Vor allem bei Kindern, die nur "normal" Alpin fahren, stellt sich diese Frage, denn der Schutz macht nur Sinn, wenn er genau passt - und das geht dann ganz schnell ins Geld. Bei ambitionierten Freeridern, Snowboardern, Rennläufern oder natürlich Skicrossern ist der Schutzpanzer Pflicht.

Leihen oder Kaufen: Wer in den Verleih geht, hat immer neues Material zur Verfügung. Andererseits muss er in verschwitzte Skischuhe steigen, sofern er nicht nur die Bretter abholt. Für Anfänger, solche, die Ski oder Board nur mal ausprobieren wollen, ist Leihmaterial natürlich erste Wahl. Neue Ski und Snowboards gibt es in allen Preisklassen und Varianten, da kommt niemand zu kurz. Für Kinder lohnen sich Komplett-Angebote, der Gang zum Ski-Basar oder das Leihen der Ausrüstung für eine komplette Saison. Allerdings ist die Nachfrage groß. Bei Michael Merz in Hüttisheim beispielsweise sind schon alle Kinder-Ausrüstungen weg.

Jede Menge Fun: Freeride oder Freestyle sind in, längst sind es nicht mehr nur die Snowboarder, die es von der Piste runter in unberührten Schnee oder in die Funparks zieht. Sprünge, Salti, Schrauben, spezielle Ski, breit in der Mitte, gebogen vorne wie hinten, wurden dafür entworfen. Auf der Piste sind sie etwas unkommod, weil schwieriger zu drehen.

Dass sich nur gute Skifahrer daran versuchen sollten, ist klar. Darüberhinaus beinhaltet das Fahren neben der Piste die bekannten Risiken: Lawinen, Spalten, plötzlich auftauchende Bäume und gefährliche Stürze. Aber auch für diese Fälle gibt es längst Kurse: Sogenannte Fun-Kurse bieten sogar die Möglichkeit mehr zu probieren, vom Freeriden, zum sportlichen Carven, auch andere "Fun-Geräte", wie Big Foots kann man probieren.

Rennsport: Einige Vereine veranstalten Rennen - für all diejenigen, die es auf Snowboard oder Skiern mal probieren wollen. Am 13. Februar finden die Ulm/Neu-Ulmer Stadtmeisterschaften statt. uwe

Info zu Protektoren unter: www.ski-online.de/2809-aktuelles.htm


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Autor: SWP | 03.12.2010

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