Fandorf für WM-Public Viewing im Hospitalhof aufgebaut - Start heute Abend

350 Plätze, 38 Live-Spiele und eine neun Quadratmeter große Leinwand: Das WM-Fandorf im Hospitalhof ist startklar. Beim Public Viewing werden die Mitglieder von elf Haller Vereinen Getränke ausschenken.

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  • Letze Vorbereitungen im Fandorf: Ivano Corongiu richtet das Flaggenseil. Im Hintergrund hat Andreas Weis eine Bierbank unterm Arm, dahinter die Leinwand. Corongiu und Weis veranstalten das Public Viewing im Hospitalhof. 1/2
    Letze Vorbereitungen im Fandorf: Ivano Corongiu richtet das Flaggenseil. Im Hintergrund hat Andreas Weis eine Bierbank unterm Arm, dahinter die Leinwand. Corongiu und Weis veranstalten das Public Viewing im Hospitalhof. Foto: 
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Ben und Jon Johnson schauen nach oben und suchen. Sie blicken in ein buntes Fahnenmeer - leuchtendes Gelb, helles Rot, tiefes Blau, strahlendes Weiß. Dann entdecken die Amerikaner die Flagge ihres Heimatlandes.

Ben und Jon kommen aus Michigan, die Brüder lernen deutsch am Goethe-Institut. Wenn sie nach Unterrichtsende in den Hospitalhof gehen, stehen sie unter den Flaggen der 32 Teilnehmerländer der Fußball-WM. Sie hängen, aufgereiht an Seilen, über dem Platz und in dem Zelt, das bis Mitte Juli im Hospitalhof stehen wird.

Das Zelt wird der Mittelpunkt des ersten Public Viewings in der Haller Innenstadt sein. Es gibt 200 Sitzplätze und 150 Stehplätze für Menschen, die sich die WM-Spiele im großen Kreis anschauen wollen. Die Blicke werden auf die neun Quadratmeter große Leinwand gerichtet sein, auf der 38 der 64 WM-Spiele - und davon ab dem Achtelfinale alle Begegnungen bis zum Finale - live gezeigt werden. Es gibt 20 Übertragungstage, an fünf Tagen werden keine Spiele gezeigt. Der Bildschirm bleibt schwarz bei Spielen, in denen Andreas Weis und Ivano Corongiu mit vergleichsweise wenig Zuschauerzuspruch rechnen, etwa dann, wenn Iran gegen Bosnien spielt.

Andreas Weis, Chef der gleichnamigen Marketingagentur, und Ivano Corongiu, Inhaber der "Chupito"-Bar, veranstalten das Public Viewing im Hospitalhof. Das nach dem Hauptsponsor benannte Sparkassen-Fandorf ist laut Weis ein "indirektes Vereinssponsoring". Denn die Mitglieder von elf Vereinen aus dem Haller Stadtverband für Sport verkaufen an den Übertragungstagen Getränke. Ein Teil des Erlöses fließt in die Kassen der Vereine. "Wir steuern die Veranstaltung, die Vereine machen den Verkauf", sagt Weis. Für das Essen im Fandorf ist die Metzgerei Boeckstegers zuständig. Sie bietet laut Weis auch länderspezifisches Essen an, beispielsweise mexikanischen Salat und holländische Frikandel.

Im Zelt soll es nicht zu heiß werden

Zum WM-Auftakt am Donnerstag ist das Fandorf startklar. Etwa 13 Helfer haben es aufgebaut. Baumstämme und Pflanzenkübel im Hof und Latten des hölzernen Eingangstores sind mit Papier in Deutschland-Farben umwickelt. Ein Drittel der Dachfläche des Zeltes ist abgedunkelt, damit die Zuschauer das Bild auf der darunter stehenden Leinwand gut sehen können.

Um 18 Uhr beginnen die ersten Spiele des Tages, "es wird keine Probleme mit der Sonne geben und auch nicht zu heiß werden im Zelt", verspricht Weis. Auch Regen werde die Besucher nicht stören, so der Veranstalter. Proteste von Anwohnern fürchtet Andreas Weis nicht: "Wir machen keine Party, es wird keinen DJ geben", betont Weis: "Das ist eine gediegene Veranstaltung."

Heute werden letzte Leitungen verlegt, die Biertische mit Girlanden, Fahnen und Luftschlangen dekoriert. Klaus Freiberger ist für die Technik im Fandorf zuständig. Sein Endspieltipp? Chile gegen Argentinien. Weis glaubt an einen deutschen 3:1-Finalsieg über Brasilien.

Ben und Jon Johnson haben gestern erfahren, dass sie die WM-Spiele im Hospitalhof vor ihren Unterrichtsräumen live sehen können. Das Spiel USA gegen Ghana - Spielbeginn ist am Montag um Mitternacht deutscher Zeit - werden sie am Anfang im Zelt schauen. "Wir müssen dann aber schlafen." Der französische Sprachschüler Jeremy Cüif aus Frankreich freut sich auf das Gemeinschaftserlebnis mit Deutschen und Menschen aus anderen Ländern. "Beim Public Viewing werden viele internationale Studenten aus dem Goethe-Institut dabei sein", sagt Mitveranstalter Ivano Corongiu: "Das gibt ein tolles Flair."

Info Der Eintritt zum Fandorf ist frei, weil die Veranstaltung von Sponsoren unterstützt wird.

Wer zeigt die Spiele auf Leinwand?

Übertragung Das Fandorf im Hospitalhof ist einer von vielen Orten, an denen auf Großleinwand die WM-Spiele gezeigt werden. Fußballfans bauen in vielen Kneipen, Hallen oder Biergärten kleine und große Leinwände auf. Für eine Public-Viewing-Übersicht bittet das Haller Tagblatt seine Leser, der Redaktion schriftlich mitzuteilen, welche Spiele wo öffentlich gezeigt werden. Wichtig sind diese Angaben: Ansprechpartner, Telefonnummer, Mail-Adresse, Ort und welche Spiele übertragen werden. Bitte senden an: redaktion@hallertagblatt.de.

TOB

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